Sicherheitsstressoren der Führung

Keine Führungskraft kennt die Zukunft. Aber alle erwarten von ihr, dass sie so handelt, dass die avisierten Ziele auch erreicht werden, die gemachten Versprechungen eingehalten werden, und die prognostizierten Effekte eintreten. Wie soll da jemand sich sicher fühlen. Führen ist somit in ganz besonderem Ausmaß Handeln unter Unsicherheit. Die Fähigkeit, den damit verbundenen Stress gut innerlich …

Freiheitsstressoren der Führung

Freies Gestalten scheint eines der Privilegien von Führung zu sein. Dennoch ist gerade auch hier ein nicht zu unterschätzender Stressor versteckt. Jede Führungskraft ist nämlich eingespannt in einen strukturellen und nicht tilgbaren Interessenskonflikt: Sie ist Vertreter der Teaminteressen in der Organisation und sie ist Vertreter der Organisationsinteressen im Team. Da nun Team und Organisation unterschiedliche …

Führungsaspekte von Freiheit

Führung lebt durch die Ermöglichung und Ergreifung von Chancen, gestaltet kreativ und innovativ die Zukunft und hat die Aufgabe, nötige Anpassungen an veränderte Umweltbedingungen zu bewerkstelligen. All das braucht Personen, die einen Zugang zu ihrem Freiheitsbedürfnis haben und dies auch bei schwierigen Bedingungen gut regulieren können. Ist Sicherheit der Hygiene-Faktor im Führungskontext, so ist Freiheit …

Führungsaspekte der Bedürfnisse

Alle Bedürfnisse bzw. deren Regulationsnotwendigkeiten haben einen direkten Bezug zu grundlegenden Aufgaben von Führung – sowohl auf der Seite der Führungskräfte wie auf Seiten der Mitarbeiter. Wie die Bedürfnisse psychischer Systeme bearbeitet werden, bestimmt, was in die Kommunikation der Organisation wie des Teams einfließt und was unbewusst, nicht wahrgenommen, nicht ausgedrückt, gehemmt bleibt, was diffus …

Führungsaspekte von Sicherheit

Führung gibt Orientierung, sonst führt sie nicht. Orientierung ist die Form der Sicherheit, die die Freiheit hat, ein Ziel zu benennen und es aufrechtzuerhalten oder es zu verändern, wenn die Zeit zeigt, dass es nötig ist. Sowohl für die Robustheit des Plans zu sorgen als auch einen Plan B zu haben – beides ist nötig, …

Handeln ohne Freiheitswunsch

Wenn Menschen sich frustrieren im Befriedigen von Freiheit wirkt sich das mit gewisser Wahrscheinlichkeit in ihrem Handeln so aus: Vorsicht, Zögern, Misstrauen gegenüber Neuem und Unbekanntem, Abwarten, nach Regeln suchen, andere fragen, nichts Unüberlegtes tun, sich grundsätzlich absichern, andere vorlassen, die Lage sondieren, sich als überfordert bekennen, lieber zuschauen als selber tun, das tun, was …

Erleben ohne Freiheitswunsch

Was geschieht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit im Erleben von Menschen, wenn sie keine oder kaum Freiheit zulassen und suchen? Wer seinen Ideen nicht nachgeht und damit seine Wirksamkeit kaum erleben kann, wird ängstlich werden. Ängstlich deshalb, weil Erfolgserlebnisse spärlich werden und die Erfahrung, die Welt im eigenen Sinn zu gestalten, damit kaum mehr gemacht wird. …

Sicherheitsinkompetenz und Führung

Besonders problematisch von allen Inkompetenzen in der Führungsrolle ist es, wenn Vorgesetzte das Sicherheitsbedürfnis der Mitarbeiter nicht günstig oder gar nicht beantworten können. Dies kommt in zwei Varianten vor: Entweder ist die Führungskraft emotional instabil und unberechenbar, kommt leicht in emotionale Krisen und hat schnell wechselnde Affekte. Dies hat die Folge, dass die Mitarbeiter einerseits …

Freiheitsinkompetenz und Führung

Mitarbeiter sind besonders effektiv zu demotivieren, wenn man ihnen ihre Freiheit raubt. Führungskräfte, die nicht in Resonanz mit dem Freiheitsbedürfnis der Mitarbeiter gehen können, weil sie selbst ihre Ängste mittels Kontrolle bearbeiten, tun sich keinen Gefallen. Sie geben in der Regel keine Verantwortung ab und delegieren nicht wirklich, sondern üben ständig und übermäßig Kontrolle aus. …

Zugehörigkeitsinkompetenz und Führung

Mitarbeitern eine Heimat und ein Zugehörigkeitsgefühl zu verschaffen, gelingt den Vorgesetzten nicht so gut, die selbst Angst vor Zugehörigkeit haben. Oft kommt eine allgemeine Angst vor Gefühlen dazu. Sie haben meist Schwierigkeiten sich mit anderen Menschen verbunden zu fühlen und ihre Position aufgrund ihrer fachlichen Kompetenzen erlangt. Sie haben eher ein „Maschinenbild“ von Arbeitsteams und …