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Freiheitsstressoren der Führung

Freies Gestalten scheint eines der Privilegien von Führung zu sein. Dennoch ist gerade auch hier ein nicht zu unterschätzender Stressor versteckt. Jede Führungskraft ist nämlich eingespannt in einen strukturellen und nicht tilgbaren Interessenskonflikt: Sie ist Vertreter der Teaminteressen in der Organisation und sie ist Vertreter der Organisationsinteressen im Team.

Da nun Team und Organisation unterschiedliche Interessen haben, wird es mit der Freiheit der Führungskraft schwierig. Droht sie doch ständig, entweder ihr Team oder ihren Chef zu frustrieren. Das Team erwartet möglichst viel Autonomie im Hinblick auf Arbeitsorganisation, Abschluss nach Außen und gemeinsame Verantwortung, während die Organisation ein Interesse an übergeordneten Zielen, Vernetzung und definierten Verantwortungen haben muss. Das steht gegeneinander und bringt jede Führungskraft in die Situation, sich überlegen zu müssen, welchen Tod sie heute sterben möchte. Das ist Stress im Hinblick auf unbefangenes, freies Handeln und von daher eine dauernde Erschwernis, welche Führungsrollen mit sich bringen.



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