Trennung von Repräsentanzen

Ein Schwerpunkt jeder wirksamen Beratung liegt darin, den Klienten zu unterstützen, aus einem inneren Wirrwarr von Impulsen und Gedanken in eine Art „Ordnung“ zu finden. Solange alles durcheinander geht („Einerseits reizt mich das, aber dann denke ich wieder…!“; „Irgendwie mag ich ihn und wenn er dann …, könnte ich …!“; „Ständig bin ich unzufrieden im …

Vergangenheit von Klienten

Die Beschäftigung mit der biografischen Vergangenheit des Klienten gilt oft als Merkmal davon, dass Beratung als Therapie zu bezeichnen ist, während Coaching und andere Formate sich mit der aktuellen Situation des Klienten beschäftigen. Das ist leider wenig hilfreich für Coaching. Warum? Unabhängig vom Anliegen, welches Klienten in eine Beratung einbringen, gilt es herauszufinden, in welcher …

Erfolg und Vermeidung

Immer Erfolg haben müssen oder nie erfolgreich sein dürfen – beides ist ein recht sicherer Hinweis auf Vermeidung. Wer immer Erfolg haben muss („Der Zweite ist der erste Verlierer!“) gibt seine Freiheit zulasten eines äußeren Ereignisses auf, welches er nur begrenzt kontrollieren kann und das auf der Voraussetzung „Forever young“ beruht. Da Erfolgsstreben in unserer …

Konflikt und Vermeidung

Ständig Konflikte suchen oder sie immer meiden – beides ist oftmals ein Hinweis auf Vermeidung, meistens Vermeidung von Nähe oder Distanz. Bindungsthemen äußern sich recht leicht in einer Überanpassung (Konfliktvermeidung) oder in einem ständigen Ringen um Macht, Unterwerfung und Autonomie in engen Beziehungen. Gerade in Führungsrollen finden sich solche Muster recht häufig. Daher ist es …

Beziehung und Vermeidung

Am besten sucht man sich immer Leute, die nichts an sich haben, womit man Schwierigkeiten hat: Perfekte Chefs, Traumpartner, funktionierende Kinder, fröhliche Kollegen etc.. Diese Strategie wird – vielleicht nicht ganz so plakativ und naiv wie gerade geschrieben – von vielen Menschen gewählt. Dysfunktional ist dies, weil es ein ideales Gegenüber nicht gibt. Das weiß der …

Verhalten und Vermeidung

Etwas nicht tun, was Angst, Scham, Schuld etc. auslöst, gehört wohl zu den häufigsten Vermeidungsstrategien. Unangenehme Gefühle werden als inneres Signal verstanden, etwas nicht oder nicht weiter zu tun. Klar – wer Sätze wie „Das ist gefährlich!“, „Schämst Du Dich nicht!“ oder „Du weißt doch, dass man das nicht darf!“ von klein auf gehört hat, …

Denken und Vermeidung

„Jetzt bin ich aber verwirrt!“. Diese Reaktion auf eine einfache Erklärung des Beraters kommt immer wieder vor. Plötzlich können die Klienten nicht mehr folgen, verlieren den Faden, verstehen einfachste Zusammenhänge nicht mehr, vergessen, was gerade eben vom Gegenüber gesagt wurde u.a.m.. Das Denken funktioniert nicht mehr richtig. Darin liegt häufig die Vermeidung, dass etwas prägnant …

Gefühl und Vermeidung

Eine wirksame Vorgehensweise, um sich von möglichst allen Gefühlen fernzuhalten, ist es, intellektuell, abstrakt, mit schönen Worten über sich selbst (oder andere) zu sprechen. Menschen, die sich so verhalten, wirken sehr distanziert, weil sie selbst nicht mehr wissen, wie sie sich fühlen. Im Zweifel erklären und begründen sie ihr Verhalten logisch einwandfrei, im Umfeld „wissen“ …

Körper und Vermeidung

Eine Veränderung in der Körpersprache und im Körperempfinden herbeizuführen, ist zum seelischen Überleben in destruktiven Kontexten häufig nötig. Dies geschieht unwillkürlich: Jemand wirkt „geduckt“, ist ständig krank, wirkt als ob er nicht da sein dürfte, ist der Elefant im Porzellanladen, wirkt vollkommen verspannt oder unbeeindruckbar, bewegt sich wie ein Schatten, atmet kaum, spricht mit zu …

Verstehen und Vermeidung

Darauf zu bestehen, dass man etwas nicht verstehen könne („Das ist einfach nur dumm von mir, und das darf mir nie wieder passieren!“), ist sehr effektiv, damit man sich nicht verändert. Es gibt Klienten, die es schon als Zumutung ansehen, wenn man als Berater nicht wie sie selbst empört auf bestimmte Aspekte ihrer Person reagiert. …