Ungesagtes

Worüber der Klient nicht spricht, ist genauso wichtig wie das, was er erzählt! Warum? Erzählen und als Anliegen in die Beratung einbringen, kann man nur das, was einem bewusst ist. Wenn der Berater sich nun ausschließlich mit dem beschäftigt, was der Klient einbringt, geht etwas schief. Wenn eine Führungskraft nie von Konflikten, von schwer verdaulichen …

Innere Konflikte

Dysfunktionale Muster im Kontext bewusster und unbewusster Prozesse sind besonders oft dadurch gekennzeichnet, dass es Widersprüche und Konflikte zwischen bewussten und unbewussten Impulsen gibt („Ich möchte, aber irgendwie tue ich es nicht!“ oder „Irgendwie passiert mir das immer wieder, obwohl ich es gar nicht möchte!“) oder zwei oder mehrere unbewusste Impulse miteinander im Clinch liegen …

Wahrnehmung des Unbewussten

Wie lassen sich unbewusste Vorgänge wahrnehmen und erkennen? Zunächst ist dazu ein Zustand von Präsenz und absichtslosem Gewahrsein nötig. Das Gewahrsein richtet sich dann nicht nur auf den Fokus des Gesprächs (Inhalte, prominente Momente, Affekte etc.) sondern auch auf die kleinen Szenen am Rande, auf die Wellen an der Peripherie, auf subtile Veränderungen der Atmosphäre …

Inkongruenz

„Sie erzählen da im Grunde genommen etwas sehr Trauriges und lächeln dabei. Was geben Sie dem für eine Bedeutung?“ Das Wahrnehmen von Inkongruenzen ist aus metatheoretischer Perspektive eine Daueraktivität des Beraters. Inkongruenzen reichern das Verstehen, also die Hypothesenbildung an. Sie helfen auch, ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Reaktionen der Klient in seinem Umfeld erzeugt …

Körper – Seele – Soziales

Die prägende Aktivität sozialer Systeme ist Kommunikation, so wie Denken und Wahrnehmen die alleinige Aktivität psychischer Systeme und Stoffwechsel die alleinige Aktivität organismischer Systeme sind. So wenig wie die Psyche Verdauung haben kann, so wenig kann sie kommunizieren. Die Psyche kann Wahrnehmungen verarbeiten (= Erleben und Denken), jedoch kann kein Mensch im Körper eines anderen …

Beratungstechniken (Psyche)

Eine nicht verstandene Technik wird zum Trick. Dieser Ausspruch des Gestalttherapeuten Fritz Perls ist immer noch aktuell. Beratungstools bauen auf der Selbst- und Fremdwahrnehmung des Beraters und seiner inneren Haltung auf. Darüber hinaus brauchen sie eine umfassende theoretische Landkarte, damit man weiß, warum man zu diesem Zeitpunkt bei diesem Anliegen mit diesem Klienten mit dieser …

Querbezüge psych. Beratungstechniken

Keine der dargestellten Techniken macht für sich selbst Sinn, keine ist für sich selbst wirksam. Im Gegenteil: Wenn der psychische Prozess aus ständig gleichzeitig und parallel laufenden Entscheidungen besteht, ist es naheliegend, dass die Beschränkung auf einen, zwei oder drei der Leitprozesse durch den Berater zu wenig Stimuli und zu viele Ausweichmöglichkeiten für den Klienten …

Verantwortung für soziales Umfeld

Menschen haben dafür Verantwortung, welches soziale Umfeld sie sich gestalten, wie sie die Menschen sehen, mit denen sie Zeit verbringen, wie sie die Beziehungen mit ihnen gestalten und zu welchen Einstellungen ihnen gegenüber sie sie verführen. Daher ist die Einbeziehung des Umfeldes höchst relevant. Oft ist es für die Klienten nicht nur angenehm, sich damit …

Normen des Klienten

Im Sinne dieser Metatheorie kann es keine objektiven, feststehenden und absoluten Normen und Verhaltensregeln geben. Sie sind immer implizit oder explizit gewählt – und wirken sich auf alle psychodynamischen Prozesse aus. Was verboten scheint, wird zum Beispiel als gesetzt erlebt, wird unbewusst verinnerlicht, hält verbotene Impulse möglichst diffus, hemmt falsche Bedürfnisse, verbirgt verbotene Regungen, verneint …

Identifikation mit Repräsentanzen

Spezielle Kompetenzen braucht der Berater, um den Klienten bei dessen Identifikation mit allen vorhandenen inneren Repräsentanzen zu unterstützen. Wieso? Wenn man bei einem inneren Konflikt nur mit einer seiner  Selbstrepräsentanzen identifiziert ist („Das ist doch eine Chance und nun wirklich kein Grund Angst zu haben!“) und mit der anderen, korrespondierenden gerade nicht („Diese Memme, mit der möchte ich nichts …