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Verantwortung für soziales Umfeld

Menschen haben dafür Verantwortung, welches soziale Umfeld sie sich gestalten, wie sie die Menschen sehen, mit denen sie Zeit verbringen, wie sie die Beziehungen mit ihnen gestalten und zu welchen Einstellungen ihnen gegenüber sie sie verführen. Daher ist die Einbeziehung des Umfeldes höchst relevant. Oft ist es für die Klienten nicht nur angenehm, sich damit zu konfrontieren, dass sie die Verhaltensweisen, die sie anderen vorwerfen, selbst mit hervorrufen. Der Verlust einer „Opferrolle“ ist manchmal sehr destabilisierend, aber notwendig. Für die Beratung bedeutet das: Zirkuläre Kausalitäten zu unterbrechen, auf der Verhaltensebene paradoxe Experimente zu machen, eigene Anteile am Geschehen in der Kommunikation mit anderen klar zu benennen und nicht auszuweichen, braucht durchaus Durchhaltevermögen auf Seiten des Beraters. Zudem braucht es Achtsamkeit, um die inneren Kräfte im Klienten, die in Not kommen, wenn das alte „System“ nicht mehr funktioniert, im Blick zu behalten und zu bearbeiten. Sonst ist nach einer schnellen Lösung der Rückschritt ein ebenso schneller Gefährte im unvollständigen Veränderungsprozess.



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