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Beratungstechniken (Psyche)

Eine nicht verstandene Technik wird zum Trick. Dieser Ausspruch des Gestalttherapeuten Fritz Perls ist immer noch aktuell. Beratungstools bauen auf der Selbst- und Fremdwahrnehmung des Beraters und seiner inneren Haltung auf. Darüber hinaus brauchen sie eine umfassende theoretische Landkarte, damit man weiß, warum man zu diesem Zeitpunkt bei diesem Anliegen mit diesem Klienten mit dieser Absicht genau diese Intervention auf diese spezielle Weise mit dieser zum Klienten passenden Erläuterung anwendet. Schon die „Kürze“ dieses Satzes zeigt die vielen Abhängigkeiten von Beratungsinterventionen auf. Die Herausforderung für Berater ist also nicht, die richtige Technik zu kennen, sondern sie richtig anzuwenden. Zugleich gibt es immer auch mehrere Wege nach Rom, d.h das Vorgehen muss auch zum Berater und dessen Persönlichkeit passen. Sonst ist man nicht authentisch und wirksam. Es gibt also kein „richtiges“ Vorgehen. Allerdings gibt es sehr wohl falsche Vorgehensweisen: Falsch ist alles, was dsyfunktionale Entscheidungsprämissen und -prozesse im Klienten fördert, was ohne Kontakt und Bezogenheit geschieht, was ihn verbessern möchte und an seiner Veränderung arbeitet, was seine Selbstablehnung fördert und was es ihm erleichtert, sich als Opfer von Umständen oder anderen Personen zu erleben.



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