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Inkongruenz

„Sie erzählen da im Grunde genommen etwas sehr Trauriges und lächeln dabei. Was geben Sie dem für eine Bedeutung?“ Das Wahrnehmen von Inkongruenzen ist aus metatheoretischer Perspektive eine Daueraktivität des Beraters. Inkongruenzen reichern das Verstehen, also die Hypothesenbildung an. Sie helfen auch, ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Reaktionen der Klient in seinem Umfeld erzeugt und können ihm mit einer expliziten Intervention helfen, bisher unbewusste, ausgedrückte seelische Prozesse bewusst werden zu lassen. Dies ist die Voraussetzung, damit sie (prägnanter) wahrnehmbar werden. Dann kann sich der Klient damit identifizieren: „Ja stimmt, wenn ich genauer hinspüre, merke ich schon eine leise Trauer. Aber wissen sie, ich habe seit meiner Kindheit nicht mehr geweint. Irgendwie schade, da ist mir etwas verloren gegangen“.



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