Kraftfeldanalyse

Bewusst beeinflussen kann man nur das, auf was man reagieren kann bzw. reagiert und nicht das, was man ignoriert. Ansonsten ist sogar andersherum: Das, was man in sich oder dem sozialen Umfeld ignoriert, macht man unbewusst stärker. Kinder und Mitarbeiter, die man ignoriert, werden bisweilen auffällig! Eine Technik, um in der Beratung diesen Zusammenhang anzuschauen, …

Prägnante Resonanz

Wenn Resonanz die Unterscheidung von Reagieren und Ignorieren ist, dann ist beratungstechnisch von Bedeutung, wie beide – Berater und Klient – in ihrer Bezogenheit aufeinander reagieren. „Nun ja, da mögen sie schon recht haben, aber…“ ist anders als „Das trifft sehr zu, was Sie da aussprechen!“. Beratungstechnisch ist es meist ein Fehler, wenn man nicht …

Nicht-tolerierbare Gefühle

„Das will ich nicht spüren, das halte ich nicht aus, nie und nimmer!“ Eine Hürde in Selbstwahrnehmungsprozessen ist es, wenn Klienten eine Ahnung von inneren Zuständen bekommen, die sich so schmerzlich, so verunsichernd, so fragil, so würdelos anfühlen, dass es zunächst keine Option zu sein scheint, das zu sein, was man ist. Beratungsseitig kommt es …

Paradoxe Interventionen

Paradoxe Interventionen haben eine bestimmte „Berühmtheit“ erlangt, weil sie so anders, so klug und so wirksam erschienen. Und tatsächlich erscheinen sie aus metatheoretischer Sicht als günstiges Werkzeug, die Leitprozesse Akzeptanz und Selbstverantwortung zu nutzen, um Veränderung zu ermöglichen, indem sie nichts verändern wollen. „Ich schlage Ihnen vor, dass Sie morgen im Meeting bewusst versuchen den …

Umgang mit Feedback

Anlass für viele Beratungen ist ein vorangegangenes Feedback (der Vorgesetzten, des Partners, der Kollegen, der Mitarbeiter usw.). Feedback zu bekommen ist eines, es gut zu verwerten etwas gänzlich anderes. Kritisches Feedback ist Resonanz der Umwelt, das meist aus mangelhafter Resonanz dessen erwächst, dem das Feedback gegeben wird. Man bekommt Feedback und soll sich ändern. Beratungstechnisch …

Einbeziehung des Umfeldes

Eine der wichtigsten Erweiterungen in der Beratungstechnik der letzten 50 Jahre ist der systemischen Beratung zu verdanken. Aus der Einzeltherapie wurde Familientherapie, weil man die Symptome des Einzelnen auch als Reaktion auf Kommunikationsmuster in der Familie zu deuten wusste. Ähnliches gilt für problematische Mitarbeiter in Teams u.ä.. Wenn ein System aus System und Umwelt „besteht“, …

Unmögliches ist möglich

Die Grenzen meiner Vorstellung sind die Grenzen meiner Welt. Auf was ich reagieren kann, kann ich nutzen, was ich ignoriere oder ignorieren muss, bleibt als Option verschlossen. Vieles Mögliche ist im Bezugsrahmen von Klienten (im Kontext ihres Problems) unmöglich: Dass Konflikte sich auflösen, dass andere Menschen sie mögen, dass andere gerne etwas für sie tun …

Umgang mit Schuldgefühlen

Schuldgefühle entstehen, wenn ein innerer Ankläger (Selbstrepräsentanz 1) einen inneren Angeklagten (Selbstrepräsentanz 2) auf die Anklagebank setzt und dieser die Vorwürfe ernst nimmt. Sie sind ein Ausdruck eines unfruchtbaren inneren Konflikts und führen im sozialen Kontext zu wechselseitigen Schuldzuweisungen, in der Hoffnung die Schuld so wieder los zu werden. Einer muss ja der „Täter“ sein. …

Rührung

Die Fähigkeit des Beraters sich berühren zu lassen und dem Klienten die eigene Rührung zu zeigen, ist zwar keine Technik im engeren Sinne (da sie nicht willentlich eingesetzt werden kann), dennoch ist sie, wenn es passiert, eine hoch wirksame Intervention. Für Klienten, deren Probleme ja sowieso häufig mit einem Mangel an früher Resonanz einhergehen, ist …

Umgang mit Scham

Ein nicht leicht zu handhabendes Phänomen in Beratungen sind Schamprozesse im Klienten. Scham erschwert Sich-Zeigen enorm oder macht es gar unmöglich. Scham erleben viele Menschen als besonders schreckliches Gefühl. Kompetente Berater sind kontinuierlich achtsam für kleine Anzeichen möglicher Scham. Zu übersehen wenn jemand sich schämt, hat oft Folgen. Jemanden direkt zu beschämen, wirkt sich so …