Zirkuläres Fragen

Niemand kann im Kopf des anderen Gedanken lesen und im Herzen dessen Gefühle studieren. Alles was wir über andere zu wissen meinen, ist unsere Interpretation. Sie ist genährt von dem, was wir wahrnehmen und dem, welche Bedeutungen wir dem Wahrgenommenen geben. Wenn nun der Klient gefragt wird, welche Bedeutung andere seinem Verhalten in seinen Augen …

Präzises Beschreiben

Es hört sich vielleicht banal an: Je genauer der Berater beschreiben kann, wie der Klient oder ein Team sich zeigt, desto wirksamer sind die Interventionen. Der Berater braucht hier Fähigkeiten wie ein Poet, d.h. der Sprachschatz spielt eine große Rolle. Es macht einen Unterschied, ob der Berater sagt: „Sie wirken vorsichtig!“ oder ob er sagt: …

Loslösungskompetenz

Love it, leave it or change it! Dieser bekannte Spruch ist metatheoretisch sehr weise. Loslösungskompetenz bezeichnet die Strategie „Leave it“:  Menschen können sich auch unangemessen festbeißen. Loslassen können, anzuerkennen, dass mit diesem Menschen, mit diesem Arbeitgeber, mit diesen Kollegen etwas nicht möglich ist und man es sich wo anders holen muss, ist der letzte Baustein …

Verhandlungskompetenz

„Love it, leave it or change it!“ Dieser bekannte Spruch ist metatheoretisch sehr weise. Verhandlungskompetenz bezeichnet die Strategie „Change it“:  Darüber verhandeln, dass das oder die Gegenüber auf die eigenen Bedürfnisse und Anliegen eingehen, ausloten ob Kompromisse möglich sind, dem anderen Zeit lassen können, um sich umzuentscheiden – all das ist Teil eines funktionalen Umgangs …

Verzichtskompetenz

„Love it, leave it or change it!“ Dieser bekannte Spruch ist metatheoretisch sehr weise. Verzichtskompetenz bezeichnet die Strategie „Love it“: Sich mit einem inneren Frieden mit Unabänderlichem abzufinden, ist Teil einer funktionalen Regulationskompetenz. Wer das nicht kann, wird in dieser Welt in der Regel unglücklich sein. Das ist strikt zu unterscheiden von Resignation, von zu …

Bezogenheit im Bedürfnisausdruck

„Jetzt stellen Sie sich nicht so an. Es ist doch nichts dabei, wenn Sie heute mal länger bleiben, damit das noch fertig wird!“. Mangelnde Bezogenheit, fehlender Kontakt und ausbleibende Empathie reduzieren die Wahrscheinlichkeit, dass andere auf die eigenen Wünsche eingehen, meist drastisch. Aus Wünschen werden dann Forderungen, Manipulationen („Du bist doch mein lieber Junge …!“, …

Nachhaltigkeit im Bedürfnisausdruck

Nicht immer geht etwas leicht, nicht immer geht es gleich und nicht immer genauso wie man es wollte. Macht eigentlich auch nichts. Wenn es nicht leicht geht, kann man sich anstrengen, wenn es nicht gleich geht, kann man dran bleiben und wenn es nicht genauso geht, dann kann man verhandeln. In Summe: Man kann im …

Bedürfnisausdruck

„Warum hast Du schon wieder nicht gewusst, was ich gebraucht hätte?“ Ein Merkmal beeinträchtigter Bedürfnisregulation ist es, wenn man hofft, dass einem andere Menschen quasi von der Stirn ablesen können, was man möchte. Wer aber möchte, dass er kriegt, was er will, sollte zeigen und sagen, was er will. Das ist so naheliegend und doch …

Teamdynamik

Unter Teamdynamik verstehen wir den Prozess, wie ein soziales System, welches 3-15 Personen umfasst und ein gemeinsames Ziel/Aufgabe hat, sich so organisiert, dass das Ziel erreicht und die Aufgabe bewältigt werden. Dies kann nur geschehen, solange gleichzeitig auch der Erhalt der Gruppe sicher gestellt wird. Daher muss ein Team immer beides bearbeiten: Das gesetzte Ziel und den …

Konfliktdynamik

Unter Konfliktdynamik verstehen wir den Prozess, wie sich zwischen psychischen oder sozialen Systemen spezifische Kommunikationsmuster entwickeln und stabilisieren. Wir reden also hier von sozialen Konflikten, nicht innerpsychischen (dazu hier ausführlich im Feld Psychodynamik)! Diese entfalten eine Eigenständigkeit, die als konflikthaft bezeichnet wird. Dieses Eigenleben lässt sich unabhängig von der konflikthaft besetzten Sache, von den handelnden Personen …