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Einbeziehung des Umfeldes

Eine der wichtigsten Erweiterungen in der Beratungstechnik der letzten 50 Jahre ist der systemischen Beratung zu verdanken. Aus der Einzeltherapie wurde Familientherapie, weil man die Symptome des Einzelnen auch als Reaktion auf Kommunikationsmuster in der Familie zu deuten wusste. Ähnliches gilt für problematische Mitarbeiter in Teams u.ä.. Wenn ein System aus System und Umwelt „besteht“, dann kann man entweder am System oder eben an seiner Umwelt intervenieren. Daher gilt es als Berater darauf zu achten, ob die Probleme des Klienten auch eine Resonanz auf seine Umwelt sind (sonst gibt man ihm die „Schuld“ für etwas, für das mehrere die Verantwortung tragen). Eine Beratungstechnik an dieser Stelle ist also das Umfeld des Klienten in die Beratung mit zu integrieren („Dann schlage ich vor, wir sprechen beim nächsten Mal zu dritt: Sie, Ihr Chef und ich.“). Häufig lassen sich zirkuläre Kausalitäten so sehr viel leichter und schneller unterbrechen, um sie dann anschließend möglicherweise wieder im Zweier-Setting vertieft zu bearbeiten.



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