Alberto Pesso

Alberto Pesso hat eine ganz eigene Art entwickelt, um Menschen darin zu unterstützen, sich nicht als Opfer ihrer Vergangenheit zu fühlen. Seine Art, konsequent mit den Klienten zu untersuchen, wie und wer sie wären, hätten sie das bekommen, was sie gebraucht haben, lässt sich metatheoretisch als Prinzip verstehen: Die Vergangenheit ist relevant, solange sie nicht …

John Bowlby

John Bowlbys Bindungstheorie ist metatheoretisch deswegen so interessant, weil es zu den von ihm formulierten Mustern des Bindungsverhaltens viele Untersuchungen über einen langen Zeitraum gibt. Man kann dabei viel lernen über die Stabilität von Mustern der Selbst- und Beziehungssteuerung, und wie sich diese Muster auf viele weitere Bereiche des Lebens und Erlebens von Menschen auswirken. …

Stavros Mentzos

Der Psychoanalytiker Stavros Mentzos hat in besonderer Weise die inneren Ambivalenzen von Bedürfnissen und die psychodynamische Funktion von Ängsten vor Bedürfnissen herausgearbeitet. Sein diagnostisches Prinzip, dass alle Verhaltensauffälligkeiten eine Folge von inneren Konflikten sind, ist ein Beispiel von vielen – das es auch in anderen psychologischen Richtungen gibt -, dass sich Menschen wohlwollend und wertschätzend, jenseits …

Daniel Stern

Daniel Stern hat unglaubliche Bewegung in fast alle psychologischen Theoriebildungen gebracht. Seine intelligenten Forschungen mit Säuglingen haben das Bild seelischer Fähigkeiten und Verletzlichkeiten angereichert und an manchen Stellen umgestülpt. Seine Belege dafür, dass der Mensch ein Resonanzkörper für soziale Ereignisse ist, seine Hinweise, wie früh sich psychische Muster ausbilden und Säuglinge schon auf der Wickelauflage lernen, wie sehr …

Eugene Gendlin

Die Bedeutung des unmittelbaren körperlichen Erlebens und des Selbstausdrucks, also wie jemand sich zeigt und spricht, ist neben Fritz Perls am eindeutigsten von Eugene Gendlin erkannt worden. Seine Ansatz „Focusing“ rückt die systematische Unterstützung der inneren Wahrnehmungsvorgänge beim Klienten in den Vordergrund des beraterischen Wirkens. Seine auch philosophischen Herleitungen (Heidegger und Husserl) sowie seine konsequente …

Klaus Grawe

Klaus Grawe, umstrittener Psychotherapieforscher, hat mit seinem Werk „Psychologische Psychotherapie“ einen äußerst inspirierenden und fundierten Ansatz vorgestellt, die Therapieschulenorientierung hinter sich zu lassen. Es war ihm ein Anliegen, zu versuchen, einen gedanklichen Rahmen vorzulegen, in dem die Erkenntnisse wie die Vorgehensweisen vieler Richtungen integrierbar sind. Diesem Anliegen fühlt sich auch unser Ansatz durch und durch …

Leslie Greenberg

Der kanadische Psychologe Leslie Greenberg ist einer der ganz wenigen, die humanistische Therapieformen (besonders die Gestalttherapie) beforscht und versucht haben, die enorme Wirksamkeit emotionsfokussierter Verfahren zu belegen. Seine Forschungen unterstreichen, dass in vielen Fällen weder kognitives Verstehen noch willentliche Verhaltensänderungen noch korrigierende Beziehungserfahrungen ausreichen, um anhaltende Veränderungen bei Menschen zu begleiten. Die Arbeit mit den …

F.-M. Staemmler und W. Bock

Frank-M. Staemmler und Werner Bock leiten das Zentrum für Gestalttherapie in Würzburg. Sie haben mit ihrem Buch „Ganzheitliche Veränderung in der Gestalttherapie“ eine bislang in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommene Prozesstheorie psychischer Veränderung skizziert. Dieser strikt prozessuale Ansatz beschreibt unabhängig vom jeweiligen Inhalt des Problems des Klienten, wie sich unterschiedliche „Kräfte“ im Klienten verstehen, herausarbeiten, …

Otto Kernberg

Otto Kernberg – einer der führenden Psychoanalytiker weltweit – ist mit seiner unerschütterlichen Genauigkeit, mit der er versucht, die innere Logik von Klienten zu erfassen, ein Vorbild für jeden, der sich über Menschen Gedanken macht. Ebenso ist die Hartnäckigkeit mit der er die liebevollen wie die aggressiven Impulse der Seele betont, eine Mahnung, sich nicht …