Karriere

Karriere ist zweifelsohne ein imposantes Phänomen der Gesellschaft, das durch Organisationen so richtig Karriere gemacht hat. Karriere ist wesentlicher Bestandteil sozialer Identität (jedenfalls in den Industrienationen). Musste man sich im 18. Jahrhundert noch vornehmlich im Leben darum kümmern, dass man sich bei der Alternative Heil oder Verdammnis für das Heil empfahl, so entkommt heutzutage keine Person  der Frage: …

Unpassend

Um das Zusammenspiel einer Person und der Stelle/Funktion als „unpassend“ zu beobachten, braucht eine Organisation Bezugspunkte, die eine solche Unterscheidung möglich machen. Unpassend in welcher Hinsicht? Für wen? Wann? Wieso? Weil dies sehr viel rätselhafter ist, als man möchte, versorgen sich Organisationen mit zwei Hauptmitteln für die Entscheidungsgrundlage: Das eine sind Stellenbeschreibungen und -erfordernisse, Kompetenzprofile und …

Passend

Der Unterscheidungspol „passend“, den der Leitprozess Personal nutzt, meint, dass Organisationen immer die Relation von „Stelle“ und „Person“ beobachten. Sie können nicht anders als entscheiden, ob zwischen Stelle und Person ein „Passung“ besteht (oder nicht). Das Wort „passend“ ist also keine Bezeichnung für die Person (im Sinn von Eignung)! Es ist statt dessen eine Aussage darüber, …

Beteiligend

Der Leitprozess Entscheider klärt, welche Stellen, Rollen und Funktionen in Entscheidungen eingebunden werden. Wenn alle über alles entscheiden würden, wäre zu wenig Komplexität reduziert! Daher gibt sich jede Organisation eine innere Struktur, die bestimmt, wo was entschieden wird. Diese Struktur „besteht“ gewissermaßen parallel zu der Struktur, wo was gemacht wird (Leitprozess Vernetzung). Bei vielen Beratungsprojekten zu Reorganisationen fällt …

Ausschließend

Wer die einen beteiligt, muss andere ausschließen. In Organisationen ist es für Mitglieder immer eine Entlastung, wenn sie sich um etwas nicht kümmern müssen, weil es Zeit lässt für die eigenen Belange. Auch ist es entlastend, wenn andere sich nicht ins Eigene einmischen dürfen und man sie berechtigt übergehen kann. Andererseits ist jeder Ausschluss auch Belastung, …

Kontrollierend

Organisationen müssen entscheiden, wo und wie sie Kontrolle ausüben. Sie brauchen einerseits auf der personalen Ebene eine Begrenzung der Enttäuschungsquote, die vertrauende Vorgehensweisen immer auch mit sich bringen. Systeme ganz ohne Kontrolle werden in der Regel übermässig enttäuscht und fallen dann ins Gegenteil (was es nicht besser macht). Andererseits ist Kontrolle notwendig, um die notwendige Kommunikation darüber …

Vertrauend

Vertrauend sind all jene Entscheidungen, die eine Organisation in ihrer Kompetenz stärken, mit  Komplexität umzugehen. Komplexität bedeutet in diesem Kontext dreierlei: Die Bereitschaft Viel- und Mehrdeutigkeit zu tolerieren. Damit gibt es immer mehr als eine richtige Lösung, die dann eben nicht mit Eindeutigkeit (= Kontrolle) erarbeitet werden kann. Vertrauen braucht man, weil nicht klärbar ist, welche Meinung …

Risikonehmend

Zur Gestaltung der Zukunft braucht es Entscheidungen darüber, welche Zukunft man erwartet oder wünscht und wie man auf diese erwartete oder erwünschte Zukunft reagieren möchte. Organisation müssen also Pläne machen und Vorkehrungen treffen, wie mit den (immer) knappen Mitteln diejenigen Produkte oder Dienstleistungen geschaffen werden sollen, die sie in der Zukunft erfolgreich machen. Jede dieser …

Gefahrentragend

Die Subsysteme von Organisationen erfahren sich überwiegend als gefahrentragend. Das liegt daran, dass von den allermeisten Entscheidungen viele Personen, Teams, Abteilungen, Bereiche, Standorte, Regionen, Netzwerkpartner etc. gefährlich betroffen sind, aber meist nur wenige risikonehmend entscheiden. Beispiele? Bei der Papstwahl entscheiden alle Kardinäle, aber alle Katholiken müssen mit der Entscheidung leben. Bei einem großen internationalen Konzern entscheidet der Vorstand, dass …

Lernend

Lernend im Sinn des Leitprozesses Vergangenheitsbehandlung trifft eine Organisation dann Entscheidungen, wenn Neues geschehen soll. Das kann sich auf alle anderen Leitprozesse beziehen. In jeder Entscheidung wird immer auch mitentschieden, ob Neues einfließt (oder Altes stabil gehalten wird). Organisationen können sich auch radikaler mit diesem Leitprozess beschäftigt, wenn sehr grundsätzliche Themen oder sehr riskante Fragen …