Beibehaltend

Wenn etwas beibehalten wird, fällt eine Entscheidung zugunsten des Nicht-Lernens! Dieser Entscheidungspol des Leitprozesses Vergangenheitsbehandlung ist notwendige Bedingung für jede Form dynamischer Stabilität! Wenn sich alles auf einmal ändert, dann nennt man das Auflösung. Kein System darf alles ändern (= lernen), da es sonst nicht an seine eigenen Vergangenheit anschließen könnte. Organisationen lassen – wie …

Zukunftsattraktoren

Organisationen können sich dann bilden, wenn aus unterschiedlichen Zukünften eine ausgewählt werden kann: „Wir heilen Kranke“ und nicht „Wir verarbeiten Holz“ oder „Wir verteidigen das Land“. Wenn und weil es möglich ist, ein (attraktives) Ziel zu wählen, entsteht das, was man häufig und fälschlich auch den „Zweck“ der Organisation nennt. In dieser hier präsentierten Lesart ist …

Kommunikation

Kann ein Mensch kommunizieren? Man ist geneigt das zu glauben. Nimmt man die Analysen von N. Luhmann ernst, dann muss man präziser werden: Ein Mensch kann sprechen, aber nicht kommunizieren! Damit Kommunikation stattfindet, muss derjenige, der wählt was er spricht, jemanden haben, der ihn versteht. Kommunikation ist also ein soziales Geschehen, da es eben mindestens zwei …

Kommunikation über Wahrnehmungen

Organisationen können nicht wahrnehmen, sie können nur kommunizieren. Worüber kommuniziert wird, hängt also davon ab, welche Wahrnehmungen von den Organisationsmitgliedern dem „Kommunikationssystem Organisation“ zur Verfügung gestellt werden. Jede Organisation braucht „Material“, welches als Inhalt der Kommunikation fungiert. Organisationen können also auch verstanden werden als Systeme, die eine Selektion darüber vornehmen, worüber gesprochen wird bzw. welche …

Koordination von Aufmerksamkeit

„Alle auf mein Kommando!“: Ohne die Möglichkeit über Kommunikation die Aufmerksamkeit von Organisationsmitgliedern zu koordinieren, würde keine Organisation überhaupt erst entstehen. Die Mittel, um dies zu bewerkstelligen sind zahllos: Stellenbeschreibungen, Org-Charts, Instruktionen, Befehlsketten, Meetings, Hands-on-Versammlungen, Firmenzeitungen, Chatrooms, Werte, Ziele, Visionen, etc.. All diesen Mitteln ist gemeinsam, dass sie u.a. die Aufmerksamkeit von Mitarbeitern eingrenzen, ausrichten und …

Umweltattraktivität

Es wird so leicht vergessen, dass nicht nur Personen darauf angewiesen sind, in ihrer Umwelt Attraktoren zu sein. Jedes Kleinkind würde verhungern, wenn es nicht die Zuwendung Erwachsener auf sich lenken könnte. So auch Organisationen: Sie müssen ebenso einen Weg finden, in der gesellschaftlichen Umwelt bzw. dem ihm eigenen Funktionssystem Resonanz zu finden. Eine Uni ohne …

Primäre Funktion

Voraussetzung dafür, dass sich eine Organisation bilden kann, ist, dass es ein Problem gibt, als dessen Lösung sie sich etabliert. Sie braucht eine Funktion in einer Umwelt: Anderen Organisationen Kredite zur Verfügung stellen, Brötchen für hungrige Organismen backen, die Verteidigung einer Nation sicher stellen, Autos für eine mobile Gesellschaft bauen. Diese Funktion ist ihrerseits natürlich nicht …

Knappheitsverwaltung

Ohne Knappheit gibt es keine Organisationen: Gäbe es genug Land, bräuchte es kein Militär, wären alle gesund, bräuchte es keine Krankenhäuser, wüssten alle alles, bräuchte es keine Schulen und Universitäten, würden alle Güter einfach herumliegen, bräuchte es keine Wirtschaft. Die Reihe ist endlos. Organisationen organisieren sich um Knappheit herum. Knappheit schafft Problemlagen, die sich mit …

Macht als Selektionsverstärkung

Systeme müssen gewählte Alternativen nicht jeden Tag neu in Frage stellen („Wo arbeiten wir heute und was wollen wir herstellen?“). Das wäre zu aufwändig! Wie kommt die erforderliche Stabilisierung zustande? Wie bleiben Alternativen ausgeschlossen? Wie findet Gewähltes Akzeptanz? Um zeitliche Stabilität zu erzeugen, muss eine Asymmetrie am Werk sein: Die Vergangenheit muss über die Zukunft herrschen! Diese …