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Karriere

Karriere ist zweifelsohne ein imposantes Phänomen der Gesellschaft, das durch Organisationen so richtig Karriere gemacht hat. Karriere ist wesentlicher Bestandteil sozialer Identität (jedenfalls in den Industrienationen). Musste man sich im 18. Jahrhundert noch vornehmlich im Leben darum kümmern, dass man sich bei der Alternative Heil oder Verdammnis für das Heil empfahl, so entkommt heutzutage keine Person  der Frage: „Welche Karriere hast Du (nicht) gemacht?“. Wer sagen will, was er ist, muss meist auch sagen, ob und wo er Karriere gemacht hat. Da dies für die soziale und psychische Identität so bedeutsam geworden ist, sind auch Organisationen in der Gesellschaft bedeutsam geworden – und umgekehrt. So kann man Karriere – mit Luhmann – als einen entscheidenden Kopplungsmechanismus zwischen Organisation und Person ansehen. Karriere machen heißt, sich für Stellen, Rollen und Funktionen vorzubereiten, zu empfehlen, sie zu erobern oder zugeteilt zu bekommen, sie zu bewahren und sich neuerlich vorzubereiten.

Organisationen können mit Karrierechancen bei Personen punkten und Personen werten die Geschehnisse in einer Organisation immer auch daraufhin aus, ob diese karrierefördernd, -neutral oder -hemmend sind. Für die Leitunterscheidung Personal sind daher alle Faktoren, die mit dem Kontext ‚Karriere‘ verknüpft sind, von Belang.



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