Wirtschaftsorganisationen

Wodurch zeichnen sich Organisationen aus, die im Wirtschaftssystem operieren? Das Wirtschaftssystem bearbeitet Knappheit (Luhmann), um künftige Möglichkeiten durch den Verzicht auf gegenwärtigen Konsum zu erhalten. Es ist also nicht die Knappheit der Ressourcen – das gibt es natürlich auch -, sondern die Vorsorge für die Zukunft, bewirkt einen Entzug gegenwärtiger Möglichkeiten für beide: Den der …

Partizipation bei Entscheidungen

An Entscheidungen beteiligt zu werden, gilt – Stichwort Demokratisierung – gemeinhin – als wünschenswert. die Gründe, warum die Beteiligung vieler Personen als günstig angesehen wird, sind vielfältig: Man rechnet mit besseren Entscheidungen, mit weniger unbedachten Nebenfolgen, mit mehr Motivation der Beteiligten, mit mehr Akzeptanz der Entscheidung und mit mehr Entschlossenheit in der Umsetzung. Selbstverständlich ist …

Systeme und Identität

Wie so oft ist auch hier die zu klärende Frage: Was ist das Problem, für das Identität (einer Person, eines Teams oder einer Organisation) die Lösung ist? Das „Identitätsproblem“ entsteht, wenn ein System zwischen verschiedenen Handlungen wählen muss. Denn wie, kann es mit sich identisch werden, wenn doch unterschiedliche Alternativen ganz andere Folgen hätten? Das …

Verknüpfungen in Organisationen

Ein oft sehr vernachlässigter Grund, warum es so anspruchsvoll ist, in Organisationen Veränderungen herbei zu führen, liegt an ihren internen Verknüpfungen. Man kann in Organisationen selten ‚Teile‘ austauschen. Teile bestehen für sich und können ersetzt werden. Sind Organisationselemente jedoch nur verstehbar (und funktionsfähig), wenn und weil sie mit anderen Elementen der Organisation verknüpft sind, dann …

Vernunft und Wille

Seit alters her – genauer seit Aristoteles – sind Vernunft und Wille getrennte Bereiche im Menschen: Einerseits soll er die Welt erkennen, wie sie ist (und dabei sich möglichst nicht irren). Andererseits soll er das Gute wollen und tun (und sich dabei nicht beirren lassen. Noch bei Kant findet sich diese Teilung in der Unterscheidung …

Komplexität und Wachstum

Wachstum unter komplexen Verhältnissen fördert immer die Komplexität. Wenn ein System wächst, muss es die Zahl der internen Bezugnahmen begrenzen. Nicht mehr alles mit allem und jeder mit jedem zu jeder Zeit. Die Zahl der Subsysteme, die – voneinander entkoppelt – ihre eigenen Prozesse pflegen und ihrem eigenen Sinn nachgehen, wächst. Diese innere Zunahme an …

Komplexität und Selbstgefährdung

Wenn Komplexität durch eine spezifische Auswahl der Möglichkeiten bearbeitet wird, die durch eben jene Komplexität bereitgestellt werden, dann ist sie per se gefährlich. Eine Entscheidung für die Realisierung der einen Möglichkeit bringt immer die Gefahr mit sich, dass sich die verworfenen Möglichkeiten nicht nur jetzt, sondern auch in der Zukunft nicht mehr erreichbar sind. Ist …

Komplexität und Einfachheit

N.Luhmann hat einmal formuliert, dass Komplexität sich nur noch als Seufzer – „Ach, alles ist komplex!“ – verwenden lässt, wenn man Komplexität von Einfachheit unterscheiden will. Das Einfache ist verloren gegangen. In der Physik vom Kleinsten und Größten, in der Erziehung, in der Ethik, in der Politik etc. – nirgendwo ist mehr etwas Einfaches zu …

Rationalität und Technik

Der Kern von Technik ist Wiederholbarkeit. Gleicher Input, gleicher Output. Der Anlasser startet den Motor, nicht den Scheibenwischer. Grosse Teile der Organisationstheorie setzen darauf, dass sich Organisationen technisieren lassen. Sie werden eindimensional als Ursache-Wirkungsketten verstanden. Nun ist unbestritten, dass man Organisationen so beobachten kann. Man präpariert sie so, dass sie trivialen Maschinen ähneln. Das ist …