Regulationskompetenz „Einfältig“

Menschen, die an Konflikten beteiligt sind, finden sich in einem Prozess wieder, der auf Einigkeit hinausläuft. Wenn zwei etwas Unterschiedliches wollen und einer den anderen tot schießt, dann ist hinterher Einigkeit, dass es so läuft wie es der Schießende will. Nun sind wir nicht mehr im „Wilden Westen“, aber das Prinzip bleibt: In Konflikten gilt …

Regulationskompetenz „Spezifisch“

Wer etwas Konfliktträchtiges anspricht, tut gut daran, im Blick zu behalten (= Aufmerksamkeitsmodus!), um was es (eigentlich) geht. Konfliktdynamiken sind asymmetrisch gebaut und verleiten zu der Vermutung, wenn man sich in einem Punkt uneinig ist, dass man dann auch in anderen Punkten einander widersprechen muss. Die Konfliktkommunikation an dem spezifischen Punkt zu halten ist eine …

Vermenschlichung

Konflikte verändern Menschen so wie sie diese brauchen. Menschen bekommen Konfliktrollen und füllen diese aus (oder verweigern sich diesem Sog). Eine dieser Rollen ist, dass feindliches Verhalten eingenommen wird. Falsch, genauer müsste es heißen, dass ein Verhalten an den Tag gelegt wird, dass sich sehr leicht als (ausschließlich) feindlich interpretieren lässt. Diese „Konfliktperson“, die man im …

Verlust der Selbstzweifel

Mit der Feindorientierung im Konflikt geht meist auch der Verlust der Selbstzweifel bei den Konfliktparteien einher. Umgangsprachlich formuliert: “ Was kann ich dafür, dass der andere ein Idiot ist?“ Das Feindliche wird als Merkmal des anderen gesehen, so dass das eigene Konfliktverhalten unempfänglich gegen äußere und innere Kritik wird. Die eigene Person oder Gruppe wird …

Achtungsentzug

Eines der wichtigsten Merkmale einer „normalen“ Beziehung ist, dass man sich wechselseitig achtet. Die Integrität, das Anderssein, das Mensch- oder Gruppensein wird respektiert und man sieht den/die anderen und sich selbst als Wesen, die Gemeinsamkeiten haben. Diese Achtung kann im Konflikt verloren gehen. Das kann ganz punktuell sein: „Können Sie nicht aufpassen, Sie Vollpfosten!“ und …

Regulationskompetenz „Dialogisch“

Welche Kompetenzen braucht es auf Seiten der beteiligten Personen, um am Pol „Dialogisch“ kompetent zu sein? Es sind derer im Wesentlichen diese vier: Erstens gilt es sich von sich selbst distanzieren zu können. Wer sich nicht selbst beobachten kann, in dem, was er tut und erlebt, der kann sich selbst auch nicht regulieren. Er ist Opfer …

Stabile Feindbilder

Die Konfliktdynamik schafft für alle Beteiligten Plausibilitäten. „Ist doch klar, er will mich hier nur rausekeln!“ Eine solche für den Sprecher vollkommen glaubwürdige Erwartung bildet sich in Konflikten deshalb – oft recht rasch – aus, weil es vieles einfacher macht. Je „schlimmer“ jemand ist, je schlechter sein „Charakter“, je böser seine Absichten, je klarer sein …

Konfliktfokus: Thema

Wann geht es im Konflikt um die Sache? Diese Dimension ist immer dann im Spiel, wenn es sich darum dreht, um ein Was, ein Wie, ein Wo, ein Weshalb, ein Wozu, ein Warum anderer abzulehnen und für eigene Standpunkte einzutreten. Wenn zwei sachliche Neins sich begegnen und aneinander anschließen, bilden sich eskalierenden Muster in der …

Konfliktfokus: Sieg

Wann geht es im Konflikt um die Zeit? Diese Dimension ist immer dann im Spiel, wenn es sich um Gestern, Heute und Morgen dreht. Ablehnung dreht sich ja ganz häufig nicht um Themen, auch nicht um die Person(en), sondern um die drei Fragen: Wer hat (in der Vergangenheit) angefangen? (Leitprozess Erklärungsmodus), Wer ist (heute) der …

Konfliktfokus Beziehung

Wann geht es im Konflikt um die soziale Themen? Diese Dimension ist immer dann im Spiel, wenn es sich darum dreht, zu klären, wer der andere in meinen Augen ist und wie ich in den Augen des anderen bin. Es geht um die Gestaltung der Beziehungen, also um die Gestaltbildung des Kommunikationsprozesses. Ist der andere …