Zeigen

Menschen sind oft mit der Leitunterscheidung von Zeigen/Verbergen beschäftigt, da sie einen guten Eindruck machen wollen. Es ist oder es erscheint ihnen wichtig, was andere von und in ihnen sehen bzw. über sie denken. Deshalb versuchen sie, zu gestalten, was von ihnen sichtbar wird und was nicht. Nun ist es allerdings so, dass nur zum …

Funktion von Leistung

Leistung zu erbringen, ist Menschen inhärent. Dies ist Ausdruck von dem Wunsch, frei seine Kraft zu entfalten, sie einzusetzen im Wunsch, etwas Besonderes zu erreichen oder für die Gemeinschaft nützlich zu sein und ein Stück sicheren Bodens im Leben zu erarbeiten. Dysfunktional wird Leistungserbringung und die damit einhergehende Anstrengung dann, wenn es nicht um den …

Selbstakzeptanz

Man lernt Selbstakzeptanz im Zusammensein mit anderen, indem man sich durch sie bestätigt, bekräftigt oder gelobt fühlt, den Stolz und das Leuchten in den Augen des Gegenübers wahrnimmt. Und – genauso wichtig für Selbstakzeptanz! – man lernt, dass einem klar etwas abverlangt oder verweigert wird. Gesetzt den Fall, man erlebt das als Kind immer wieder …

Feinfühligkeit

Feinfühligkeit ist ein Begriff aus der Bindungsforschung und meint die Fähigkeit von Eltern, sich intuitiv auf den Säugling ein- und abzustimmen. Dieser Vorgang ist kein kognitiver, sondern er lebt von der Möglichkeit, sich in Intensität, Modulation, Rhythmik, im An- und Abschwellen der Energie, in Lautstärke und Kraft, Zeitpunkt und Zeitdauer auf das Gegenüber einzulassen. Die …

Innerer Dialog

Innere Dialoge kennt jeder Mensch. Das Sprechen mit sich selbst ist keine Marotte, sondern ein elementarer seelischer Prozess, der ganz wesentlich die Selbstregulation mitbestimmt. Daher kann dieser Prozess günstig und weniger günstig gestaltet werden. Die Bewusstmachung aller inneren Stimmen, die in einer bestimmten Situation oder in fokussierten Kontexten aktiviert sind, ist wesentlicher Teil der Beratungsarbeit. …

Dialog

Kein Verstehen ohne Dialog. Wir lernen Sprache von anderen Menschen, wir lernen Bezeichnungen von anderen Menschen, wir lernen, wie man sich verständlich machen kann und wie man andere versteht, von anderen Menschen – ohne Dialog kein psychischer Prozess. Der Mensch wird am Du zum Ich (Buber). Gelingende und misslingende Regulationserfahrungen mit anderen legen die Basis …

Antreiber

Wichtig in Beratungen ist, zu verstehen, wie der Klient seine ursprüngliche Not (ungünstig) bewältigt hat. Eine der häufigsten Strategien besteht darin, dass man schmerzliche, beängstigende, einschränkende oder beschämende Botschaften der Außenwelt („Du bist eine Last!“, „Sei anders als Du bist!“, „Werde nicht erwachsen!“, „Sei nicht!“ u.v.a.m.) durch vermehrte Anstrengungen, also durch das, was man tut, …

O.K.-Positionen

Ein einfaches, aber illustratives Modell für fixierte Selbstrepräsentanzen im Hinblick auf Bejahen und Verneinen stellt die Transaktionsanalyse mit den sogenannten „O.K.-Positionen“ zur Verfügung. Hier werden diese Haltungen im Hinblick auf sich selbst und andere kombiniert. So gibt es vier Felder/Möglichkeiten, sich zu positionieren: Okay zu sich selbst und zum anderen (+/+); okay zu sich selbst …

Empathie

Empathisch ist man dann, wenn… man eine umfassende, also auch emotionale Vorstellung davon hat, wie sich ein anderer Mensch fühlen könnte („Ich kann richtig in mir spüren, wie sich alles zusammenzieht, ich Gänsehaut kriege und ich nur davonlaufen möchte, wenn ich mich in ihre Lage versetze.“), man diese Vorstellung äußert und körpersprachlich zeigt, und der andere …

Funktion von Akzeptanz

Der psychische Leitprozess, worauf man mit Bejahen und worauf mit Verneinen reagiert, kann vom psychischen System funktional oder dysfunktional erledigt werden. Funktional ist er dann, wenn beides benutzt wird, um Klarheit für sich in der Welt zu gewinnen, Grenzen zu setzen und die eigenen Anliegen mit Kraft und Ausdauer zu besetzen. Auch Verlässlichkeit und Verbindlichkeit …