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Innerer Dialog

Innere Dialoge kennt jeder Mensch. Das Sprechen mit sich selbst ist keine Marotte, sondern ein elementarer seelischer Prozess, der ganz wesentlich die Selbstregulation mitbestimmt. Daher kann dieser Prozess günstig und weniger günstig gestaltet werden. Die Bewusstmachung aller inneren Stimmen, die in einer bestimmten Situation oder in fokussierten Kontexten aktiviert sind, ist wesentlicher Teil der Beratungsarbeit. D.h. es gilt, prägnant heraus zu arbeiten, welche Funktion diese inneren Stimmen haben, und ihnen dann verständnisvoll-akzeptierend Raum zu geben. Damit ist einem prozessualen Verständnis des Menschen Rechnung getragen: Von Situation zu Situation aktualisiert sich jeder Mensch in neuer oder alter Weise. Veränderungen entstehen wie von selbst (!), wenn innere Kräfte, die gegeneinander wirken, im Erleben getrennt werden (siehe Selbstrepräsentanzen) und sich dann artikulieren können: Was ist darf sein – was sein darf, verändert sich! Beratung besteht also auch in der Kunst, dem Klienten zu helfen, seine inneren Dialoge so zu gestalten, dass klar wird, wie und warum ein unfruchtbarer „Zustand“ aufrechterhalten wird und welche inneren Repräsentanzen integriert werden müssen, damit eine andere Selbstaktualisierung geschehen kann.



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