Information über Märkte

Oft sind es die Alltagsvorstellungen, die theoretisch fehlleitend sind. Bei Markt denken viele an einen großen Platz mit vielen Verkaufsständen an denen Waren für sich durch die engen Gassen schiebenden Kunden vorgehalten und angepriesen werden. Dann wird gehandelt und gekauft. So funktionieren aber der „globale“ Markt nicht, in dem sich ein Großteil der (Wirtschafts-)Organisationen direkt …

Eigenzeiten in Organisationen

Wenn Systeme eine Eigenzeit haben, dann gilt dies auch für Organisationen und ihre Sub-Systeme (Funktionsbereiche). Systemtheoretisch ist die Herstellung von „Gleichzeitigkeit von System und Umwelt“ eine zentrale Aufgabe eines jeden Systems (Wie macht es, dass die Wasserschlange, dass sie beim Größerwerden der Kaulquappen pünktlich zur Stelle ist?). Auch die Funktionsbereiche von Organisationen müssen Gleichzeitigkeit herstellen bzw. …

Time-to-Market

Mit dem englischen Begriff „Time-to-Market“ wird in Organisationen die Orientierung an dem Qualitätsfokus „schnell“ zusammengefasst. Wirtschaftlicher Erfolg hängt in immer mehr Branchen, Märkten und Produktlinien am (frühen) Zeitpunkt, zu dem das Produkt verkauft werden kann. Das Einhalten von Produktentwicklungsterminen und Lieferfristen kommt auf diese Weise oft in scharfe Konkurrenz mit den Gütekriterien, ISO-Standards oder anderen …

Produktnormen und Professionalitätsstandards

Die Leitunterscheidung Qualitätsfokus „versteckt“ sich oft im Produkt oder der Dienstleistung, in der Funktion oder in den Professionalitätsstandards. So fällt es nicht mehr so recht auf, dass hier eine implizite Entscheidung vorliegt und dass dies starke Folgen für die Form der Organisationen, des Bereichs oder der Abteilung hat. Man sieht es aber an den Gebäuden, an der …

Erfolgsannahmen zu Qualität

Um ein Team, einen Bereich oder eine ganze Organisation zu koordinieren, braucht es Annahmen, wie und wodurch „man“ erfolgreich ist oder wird. Erfolg motiviert psychische Systeme genauso wie Teams und organisationsförmige Systeme. So liegt es theoretisch nahe, dass die Vorstellungen darüber, worauf der schon existierende Erfolg beruht und wodurch man in Zukunft erfolgreich ist, sich …

Koordination von Kompliziertheit

Neben der Koordination unterschiedlicher Zeitgestaltung muss in Organisationen die Koordination von Kompliziertheit stattfinden. Jede Aufgabe, jede Leistung, jeder Prozessschritt und jede Funktion hat eigene Verästelungen, Abhängigkeiten, Normen und Regeln – eben ihre ureigene Form von Gründlichkeit. Als „Fachfremder“ kann man oft staunen, aus wie vielen Kleinigkeiten und ungeahnten Elementen ein Produktionsvorgang („Da kann man doch einfach …

Koordination von Zeitläuften

Unterschiedliche Funktionen in Organisationen (Vertrieb, Rechnungswesen, …) haben bedingt durch ihre Selbstorganisation als Systeme so etwas wie eine „Eigenzeit“. Sie „ticken“ tatsächlich unterschiedlich! Der Leitprozess Qualitätsfokus geht auch aus der Notwendigkeit hervor, Prozesse sowohl schnell als auch langsam, sowohl gründlich als auch quick and dirty, zu organisieren. Der Leitprozess Vernetzung beschäftigt sich damit, diese Unterschiede zu koordinieren. …

Mängel

Um Mängel festzustellen, braucht es einen Bezugspunkt. Im Hinblick auf Qualität ist es ein „Klassiker“, wenn  der Mitarbeiter sagt: „Alles rechtzeitig fertig geworden“ – und der Chef mit „Aber ich sehe lauter Fehler!“ antwortet. Oder auf: „Alles ist tip top!“ kommt die Antwort „Ja, aber drei Tage zu spät!“. Was ein Mangel ist und welche Schäden durch …

Qualitätsbewertungskonflikte

Es gibt eine langwierige Diskussion in der Betriebswirtschaftslehre darüber, worin Qualität besteht und wie sie gemessen und beurteilt werden kann. Dann, wenn der Abnehmer/Kunde zufrieden ist? Aber wer ist das dann genau? Der Chef? Die Aufsichtsbehörde? Der Shareholder? Der zahlende Kunde? Der interne Kunde? Wer hat Relevanz? Gibt es eine Relevanzhierarchie? Wer kann diese bestimmen? …

Orientierungsfokus und Produkt

Slogans wie „Wir haben sie, die guten Dinge!“ und „Vorsprung durch Technik“ schaffen im Hinblick auf die Leitunterscheidung Entscheidungsorientierung eine andere Orientierung als „Bei uns sind sie in guten Händen“ oder „Wir machen den Weg frei“. Manchmal ist es einfach, weil das Produkt als solches eine Entscheidungsprämisse im Hinblick auf Innen oder Außen als Fokus …