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Erfolgsannahmen zu Qualität

Um ein Team, einen Bereich oder eine ganze Organisation zu koordinieren, braucht es Annahmen, wie und wodurch „man“ erfolgreich ist oder wird. Erfolg motiviert psychische Systeme genauso wie Teams und organisationsförmige Systeme. So liegt es theoretisch nahe, dass die Vorstellungen darüber, worauf der schon existierende Erfolg beruht und wodurch man in Zukunft erfolgreich ist, sich meist voneinander unterscheiden oder gar gegensätzlich sind. Da Erfolg und die Qualität der Leistung eng miteinander verbunden sind, sind eben auch die Begründungen dafür, auf welche Qualitäten der Erfolg zurückzuführen ist, oft sehr verschieden.

So kann eine sehr erfolgreiche Organisation, ein sehr erfolgreiches Team, eine sehr erfolgreiche Person sehr zerstritten sein bzw. sich sehr darin irren, worauf der Erfolg zurückzuführen ist. Die Annahmen darüber sind konstruierte Kausalitäten, die als Kausalitäten nicht beobachtbar sind. Aus diesem Grund sind solche Konstrukte („Wir sind erfolgreich, weil wir endlich mal schnell am Markt waren!“) immer kritisierbar oder konkurrieren mit ebenso überzeugenden Alternativen („Wir sind erfolgreich, weil die Kunden schon immer die Fehlerfreiheit schätzen, für die unsere Marke steht!“).