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Dysfunktionale Psychodynamik

Die üblichen Wörter für dysfunktional sind in der Medizin/Psychologie eher „krank“, „psychopathologisch“ , „neurotisch“ oder „gestört“. In dieser Therorie gehen wir davon aus, dass alle seelischen Prozesse und Muster funktional und dysfuntional sein können. Dysfunktional meint, dass die bemerkten und unbemerkten Nebenfolgen von Gedanken, Gefühlen, Wahrnehmungen etc. einen unötigen oder unnötig hohen Preis haben. Entweder sie wirken sich auf das Wohlbefinden (Bindung, Selbstbestimmung, Selbstachtung) aus, oder – grundlegender – auf die Fähigkeit, sich und andere umfassend wahrzunehmen und sich innerlich von seinen Gedanken und Gefühlen auch distanzieren zu können und schlussendlich auf die sozialen Beziehungen bzw. Rollen (Trennung, Kündigung, Dauerkonflikte etc.) und körperliche Aspekte (Sucht, Somatisierungen, Schlaf usw.). Solche dysfunktionalen Muster werden in der Pyschologie vielfältig beschrieben (offiziell: DSM, ICD). Diese Art der Beschreibung ist inkompatibel zu den theoretischen Grundannahmen dieses Ansatzes, da feste kategoriale oder auch dynamische Krankheitsbegriffe (mehr dazu unter Diagnose) mit dem hier vorgestellten Modell einer Psyche in Bewegung in Widerspruch stehen. Aber man kann und muss die Phänomene entsprechend alternativ beschreiben, was wir hier (Entscheidungsmuster) versuchen. Das angesammelte Wissen der etablierten Psychologie hat in den Bereich Psychodynamik dieser Metatheorie jedoch selbstverständlich Eingang gefunden.



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