Du bist hier: Start

Coaching und Psychotherapie

Psychotherapie wie Coaching versprechen Veränderungen im Verhalten, Erleben und Kommunizieren ihrer Klienten. Die Prinzipien, nach denen diese Veränderung zustande kommt, bzw. bewirkt werden soll, können nicht unterschiedlich sein. Wie sollte das möglich sein? Die Prinzipien der Veränderung, die Wirkfaktoren um seelisches Wohlbefinden, Arbeitsmotivation, gelingende Kommunikation und gute Leistungen zu ermöglichen, gelten für alle Beratungsformen gleichermassen, da im Coaching die Menschen keine anderen Seelen haben als die Klienten beim Psychotherapeuten.

Die Annahme, dass im Coaching die „Gesunden“ und in Psychotherapien die „Kranken“ anlanden, ist naiv. Ins Coaching kommen Menschen, die trotz ihrer inneren Not in gewisser Weise erfolgreich sind (wenn auch vielleicht nicht glücklich oder andere dabei unglücklich machend), während in der Psychotherapie diejenigen Menschen landen, deren Symptomatiken als Abweichungen oder Auffälligkeiten interpretiert werden bzw. deren Leidensdruck hoch ist. Das ändert nichts daran, dass in allen Fällen die inneren Konflikte herausgearbeitet werden müssen, die hinter den jeweiligen Anliegen oder Problemen stehen. Dazu braucht der Coach/Therapeut/Berater die professionelle Kompetenz, deren theoretische Grundlage wir hier vermitteln.

In dieser Metatheorie der Veränderung nutzen wir deshalb den übergeordneten Begriff „Berater“, um deutlich zu machen:

  1. Ein Coach braucht ähnliche und gleichzeitig zusätzliche Kompetenzen im Vergleich zu einem Psychotherapeuten, um Menschen in Organisationen gerecht zu werden und nicht in der Oberflächlichkeit von Verhaltensanpassungen hängen zu bleiben. Jede Beratung ohne psychodynamische Kompetenz droht schädlich zu sein.
  2. Die Theorie der Veränderung ist dieselbe, auch wenn auf der Ebene der praktischen Umsetzung Coaches vieles anders machen (müssen) als Psychotherapeuten. Denn es ist unbestritten, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, wie groß der Umfang, wie Anlass und Zielsetzung sind, ob ein Dritter – das Unternehmen – mit Interessen im Spiel ist und wie die Erwartungen der Klienten jeweils sind. Diese Unterschiede sind professionell zu berücksichtigen und prägen das jeweilige Kontakt- und Beratungsangebot von Coaches und Therapeuten verschieden aus.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.