Techniken zu Selbstwahrnehmung

Instruktionen und Fragen wie „Spüren Sie dahin!“, „Lassen Sie sich atmen!“, „Wo in ihrem Körper können Sie das Gefühl besonders gut wahrnehmen?“, „Was verändert sich in Ihrem Erleben, wenn Sie mir davon erzählen?“, „Was passiert in Ihnen, wenn Sie der Bewegung folgen, aus der heraus Sie sich gerade ein wenig aufgerichtet haben?“ sind ebenso schlicht …

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist nicht umsonst ein derzeit hochgehandelter Ansatz für seelische Weiterentwicklung. In unserem Konzept ist sie mit der Leitunterscheidung Selbstwahrnehmung verknüpft und daher veränderungswirksam. Achtsamkeit kann zwei Formen annehmen: Entweder die unspezifische Form des Gewahrseins. Dieser Zustand ist eine offene, staunende, nicht-wertende und durchlässige Art der Präsenz. Oder Achtsamkeit hat die Form einer konzentrativen, auf einen …

Diffus

Diffus – im Gegensatz zu prägnant – ist Selbstwahrnehmung dann, wenn eine oder mehrere der folgenden Phänomene zu beobachten sind. Jemand bewertet sein Erleben. Sehr häufig etwa: „Mir geht es gut/schlecht!“ Mit dieser Aussage ist keinerlei Auskunft darüber gegeben, was jemand erlebt und wie er sich dabei fühlt. Viele Menschen geben sich damit allerdings zufrieden. …

Prägnant

Die Unterscheidung in prägnantes und diffuses Erleben ist von ganz besonderer Bedeutung, da sie ein gewisses Schattendasein innerhalb der Psychologie und der Beratungsschulen führt. Gleichzeitig hat sie aber im Hinblick auf Veränderungswirksamkeit beim praktischen Arbeiten hohe Bedeutung und Wirksamkeit. Prägnant ist die Selbstwahrnehmung dann, wenn das Wahrgenommene differenziert mit eigenen Worten (und nicht Klischees) beschrieben werden …

Techniken zu Bewusstsein

Wie kann man konkret vorgehen, um das Bewusstsein des Klienten zu befördern? Voraussetzung dafür ist es, dass der Klient eine vertrauensvolle Beziehung (siehe dialogische Methode) zum Berater hat. Die Leistung, die der Klient nämlich erbringen muss, ist, den Berater ernster zu nehmen als sich selbst. Jedes Feedback, jede Hypothese und jede Deutung, jeder Interpretationsvorschlag zur …

Stille

Es mag überraschen, dass der Begriff Stille im Rahmen dieser Metatheorie auftaucht. Das hat den Grund, dass kaum etwas so wirksam in Bezug auf unbewusste Vorgänge ist. Wie kann das Bewusstsein sein Unbewusstes erreichen. Wie kann diese „Grenze“ gekreuzt werden? Dadurch, dass das Bewusstsein schweigt. Das Suchen und Pflegen von Stille ist essentiell für das …

Sinnsuche

Ein mögliches Symptom von unbewussten Konflikten ist eine permanente und ergebnislose Suche nach „Sinn“. Sinn ist das Ergebnis davon, dass mir bewusst ist, wer ich (jeweils) bin und was ich (jeweils) möchte. Je mehr Notwendigkeit jemand hat, Impulse unbewusst zu halten, desto weniger wird ihm bewusst sein können, was er wirklich will und welche Art …

Entscheidungsschwierigkeiten

Ein mögliches Symptom von unbewussten Konflikten ist die Schwierigkeit, Entscheidungen treffen zu können. Entscheidungen sind immer auch mit Nachteilen verknüpft. Je mehr jemand also die „richtige“ Entscheidung finden möchte, desto wahrscheinlicher ist es, dass er von unbewussten Ängsten, Schuldgefühlen oder Schamgefühlen beseelt ist. Diese drohen, bewusst zu werden, wenn man sich festlegt, damit Möglichkeiten verliert …

Identifikation

Diese Metatheorie geht davon aus, dass die Psyche bei ihrer Selbsterhaltung stets unterscheidet, mit welcher Selbstrepräsentanz sie sich identifiziert bzw. was sie dauerhaft oder situativ ausblendet. Vor diesem theoretischen Prinzip macht die Aussage „So bin ich!“ oder „Das ist mein wahres Ich!“ nur begrenzten bis gar keinen Sinn mehr…“.  Psychische Selbstregulation besteht dann aus der …

Feedback

Feedback ist – vor allem in Organisationen – zum vermeintlichen Allheilmittel für Veränderung geworden: Mitarbeitergespräche, 360-Grad-Feedbacks, Audits, Assessmentcenter, Mitarbeiterbefragungen etc.. Das ist deshalb begreiflich, weil sich diese Art von formalisierten und einseitigen Rückkoppelungen gut organisieren und die Ergebnisse organisationsgerecht darstellen lassen. Sofern die Adressaten des Feedbacks die innere Freiheit haben das Feedback „anzunehmen“ (Leitprozess Offenheit!) ist das auch wirksam: „Oh, …