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Sinnsuche

Ein mögliches Symptom von unbewussten Konflikten ist eine permanente und ergebnislose Suche nach „Sinn“. Sinn ist das Ergebnis davon, dass mir bewusst ist, wer ich (jeweils) bin und was ich (jeweils) möchte. Je mehr Notwendigkeit jemand hat, Impulse unbewusst zu halten, desto weniger wird ihm bewusst sein können, was er wirklich will und welche Art der Selbst- und Weltgestaltung Befriedigung erzeugt. Sinnlosigkeitsgefühle entstehen daher zwangsläufig aus sekundären Motivationen (siehe Ersatzgefühle) die hinter dem eigenen Handeln stehen (etwa Erfolg, Geld, Ansehen, Sicherheit, Macht etc.). Sinnlosigkeitsempfindungen bieten also eine wichtige Chance, unbewussten Prozessen und Konflikten auf die Spur zu kommen und eine breitere, bewusstere Basis für Entscheidungsprozesse zu erarbeiten. Das geht aber nicht, indem man mit dem Klienten versucht, etwas Sinnvolles zu finden, sondern untersucht, wofür die Sinnsuche ein Symptom ist. Auch hier gilt: Kein Arbeiten an der Veränderung, sondern funktionale Analyse der Stagnation!



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