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Teams am Einzigartigkeits-Pol

Teams, welche die Erhaltungsmuster so gestalten, dass primär die Einzigartigkeitsbedürfnisse der Mitarbeiter befriedigt werden, zeichnen sich für Beobachter häufig so aus:

  • Das Hervortreten und die Profilierung einzelner Gruppenmitglieder ist an der Tagesordnung. Die damit verbundene Kompetenz wird von allen eher als Ansporn – ähnlich wie im Sport – genutzt.
  • Damit geht einher, dass individuelle Fähigkeiten und Kompetenzen demonstriert werden. Man heizt sich wechselseitig auf.
  • Jeder ringt um ein hohes Niveau seiner Leistung und möchte kontinuierlich besser werden.
  • Minderleistung einzelner Gruppenmitglieder wird meist kritisch beäugt und anderen zu eigenen Zwecken ausgenutzt (statt etwa kompensiert oder reflektiert) .

Die meist verdeckten Versagensängste drohen das Innenleben der Teammitglieder zu dominieren. Dies wird oft auch auf Nachfragen geleugnet. (Dies zu glauben ist ggf. ein Beraterfehler). Das direkte Lernen voneinander ist gering. Zugehörigkeitsorientierte Mitarbeiter gehen schnell wieder.

Für die Organisation sind die Vorteile offensichtlich. Nachteilig wirkt es sich aus, wenn sie nicht weiß, dass eine solche Teamkultur ständig Nachschub an neuen Teammitgliedern braucht („Frischfleisch“). Der zwangsläufige Burnout der Mitglieder muss hingenommen werden. Und man braucht eine Lösung für die weniger bühnentauglichen Routineaufgaben in der Organisation wie im Team.



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