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Sicherheitsinkompetenz und Führung

Besonders problematisch von allen Inkompetenzen in der Führungsrolle ist es, wenn Vorgesetzte das Sicherheitsbedürfnis der Mitarbeiter nicht günstig oder gar nicht beantworten können. Dies kommt in zwei Varianten vor: Entweder ist die Führungskraft emotional instabil und unberechenbar, kommt leicht in emotionale Krisen und hat schnell wechselnde Affekte. Dies hat die Folge, dass die Mitarbeiter einerseits ängstlich werden, und die Arbeitsbedingungen chaotisch, andererseits das Team versucht, den Chef vor Überforderung zu schützen. Dies geht zu Lasten der Aufgabenerfüllung. Die andere Variante besteht darin, dass der Vorgesetzte die Stelle ausschließlich deshalb erobert hat, weil er „weiter“ kommen will. Er missbraucht also das Team für das eigene Fortkommen und gebraucht daher alles, was ihm dient: Intrigen, Lügen, Ungerechtigkeiten etc.. Dies raubt dem Team alle Sicherheit und wirkt sich maximal destruktiv auf Motivation wie auf Erhalt des Teams aus. Misstrauen und Koalitionen wuchern, es entstehen leicht feindliche Lager. Beide Varianten gründen in recht grundlegenden Beeinträchtigungen der Bedürfnisregulation der Führungskraft. Trotz der geschilderten Effekte kommen Menschen mit solchen Innenwelten durchaus öfters in Führungspositionen. Hier ist für Mitarbeiter Vorsicht geboten. Die Führungskräfte selbst, die in diesen Mustern leben, kommen zumeist ohne Beratung nicht aus ihren Schemata heraus.



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