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Psychodynamik

Unter Psychodynamik (Bewegung der Seele) verstehen wir die inneren Prozesse, welche dem Menschen Stabilität, Identität, Steuerung und Kontrolle seiner Impulse, Kompetenzaufbau und soziales Zusammenleben ermöglichen. Die Prozesse verfestigen sich zu Mustern, die dann wiederum bestimmte Prozesse wahrscheinlicher machen.

Wir haben aus der Vielzahl von Theoriebildungen, welche die Psychologie entwickelt hat, durch metatheoretische Analysen acht Leitprozesse identifiziert (in den Rosetten immer als blaue Kreise dargestellt). Diese Leitprozesse (= Wie sind seelische Bewegungen zu begreifen?) lassen sich in unterschiedlichen Benennungen, Schwerpunkten und Konzeptualisierungen in vielen psychologischen Theorien (meist nicht alle!) finden. Dieser Ansatz ermöglicht aus unserer Sicht, theoretisch zu begründen, warum und wie Beratungsmethoden und -techniken veränderungswirksam sind. Damit lassen sich alle Vorgehensweisen von Beratungen unterschiedlicher Art integrieren und es wird möglich aufzuzeigen, warum sie hilfreich sind bzw. warum sie eher dysfunktional oder schädlich sind.

Mit Psychodynamik bezeichnen wir den Prozess, wie seelische Stabilität und Veränderung bearbeitet wird. Dies geschieht, indem fortlaufend Entscheidungen zu acht Leitprozessen getroffen werden. Ein gesondertes Schaubild dazu finden Sie hier: Leitunterscheidungen.

Der vielleicht wichtigste Aspekt dieser metatheoretischen Konzeption von Veränderung ist, dass man Veränderung nicht „machen“ muss, da sie unter „normalen“ Umständen sich schlicht und einfach ereignet. Wenn etwas Unerwünschtes bleibt, wird es stabil gemacht. Aus diesem Grund gilt es zu erforschen, wie jemand die innere Situation, unter der er leidet, unbewusst oder unwillentlich selbst herstellt. Beratung ist für Stagnation zuständig, nicht für Veränderung! Wer die Bremse löst, kommt von selbst voran.



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