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Organisationen als Kommunikationsmuster

Wenn man – so wie hier – davon ausgeht, dass Organisationen sich selbst erhaltende und gestaltende Systeme sind, stellt sich die Frage: Wer gestaltet da wie und womit? Das können nun nicht Menschen sein, da es ja sonst sie wären, die Organisationen gestalten und aufrechterhalten (obgleich dies genau das landläufige Verständnis ist). Sieht man hingegen Kommunikationsprozesse als das an, was ein „Eigenleben“ führt und eben nicht kontrollierbar ist, dann müssen sich die Muster dieser Kommunikationen ebenso beschreiben lassen, wie dies mit den Mustern von Beziehungen in Teams oder von Bewusstheit in der Psyche möglich ist.

Genau das soll mit Hilfe der Beschreibung von den hier vorgestellten organisationalen Leitprozessen erleichtert werden. Sie ermöglichen zu beobachten, welche Kommunikationen in einer Organisation mit einer größeren Wahrscheinlichkeit Aussicht auf Erfolg (=Anschlussbereitschaft) haben und welche Kommunikationen eher ins Leere laufen. Die organisationalen Leitprozessen stellen einen Begriffs- und Reflexionsraum zur Verfügung, welcher weder die Nachteile von Phasenmodellen (zu wenig situationsspezifisch) noch die von Kategorienschemata (zu stark vereinfachend) mit sich bringt.

Wer die Muster der Kommunikation einer Organisation entlang der Leitprozesse beschreibt, kann damit dann auch als Führungskraft wie als Berater klarer sehen, welche dieser Muster dysfunktional sind und wo die Einflussmöglichkeiten liegen, um diese Muster zu irritieren.



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