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Top-Teams und Teamerhalt

Top-Management ist droht immer dann in Verruf zu kommen, wenn nicht erkennbar ist, dass die Interessen der Organisation im Vordergrund der Entscheidungen stehen. Gleichzeitig sind nirgendwo die Möglichkeiten (und damit die Versuchungen) so groß die eignen Interessen der Teammitglieder zu befördern wie im Team an der Organisationsspitze. Man darf die emotionale Schwierigkeit dieser dauernden Konfliktlage nicht unterschätzen. Schon im neuen Testament war eine der drei Versuchungen von Jesus durch Satan die Verlockung durch Reichtümer. Hier ist schnell angeklagt und schnell von vermeintlich Gerechten der erste Stein geworfen.

Metatheoretisch besteht die eigentlich interessante Frage darin, welche Unterstützung Top-Teams brauchen, um Eigen- und Organisationsinteressenen funktional zu bearbeiten. Welche Strukturen, Rahmenprozesse, Beratung, Kontrolle braucht es, damit dieser Leitprozess nicht in eine ungünstige Abhängigkeit von der moralischen Standfestigkeit von Einzelpersonen gerät? Wie kann das Top-Managementteam unterstützt werden, systematisch wahrzunehmen, wo von der Restorganisation als Eigenoptimierung interpretierte Entscheidungen zu massiver Demotivation im Unternehmen führen? Wie können gut Entscheidungen getroffen werden, die (massive) negative Auswirkungen auf einzelne Teammitglieder haben, etwa wenn sich jemand „selbst abschaffen“ muss? Hier wird das Management oft allein gelassen oder alles – oft dann seinerseits demotivierend für die Organisation – mit Abfindungen geregelt.



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