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Techniken zu Bewusstsein

Wie kann man konkret vorgehen, um das Bewusstsein des Klienten zu befördern? Voraussetzung dafür ist es, dass der Klient eine vertrauensvolle Beziehung (siehe dialogische Methode) zum Berater hat. Die Leistung, die der Klient nämlich erbringen muss, ist, den Berater ernster zu nehmen als sich selbst. Jedes Feedback, jede Hypothese und jede Deutung, jeder Interpretationsvorschlag zur Bedeutung nicht-sprachlicher, unbewusster Äußerungen, jeder Hinweis auf unbewusste Beziehungsgestaltungsmotive, jede Rückmeldung zu dem, was der Klient im Berater auslöst – alle diese Möglichkeiten greifen nur dann, wenn der Klient sich den darin abgebildeten Möglichkeiten unbewusster Äußerung seiner selbst öffnet und darin eine Chance zur Persönlichkeitsentwicklung sieht („Vielleicht ist ja etwas dran?!“). Wenn man als Klient anfängt, mit der Möglichkeit zu rechnen, dass man über die unbeabsichtigten Signale seiner selbst und die Reaktion der Umwelt darauf den inneren unbekannten Kontinent erkunden kann, ist ein entscheidender Schritt seelischer Veränderung erfolgt. Der Status quo kann nämlich nur dann aufrecht erhalten werden, wenn jemand keine neuen und anderen Informationen über sich selbst aufnimmt. Die Fähigkeit des Beraters, auch dann das Vertrauen des Klienten zu (er-)halten, wenn er die Aspekte des Klienten hinterfragt, mit denen dieser in besonderer Weise identifiziert ist („So bin ich, und so war ich schon immer!“), ist aus diesem Grund von besonderer Bedeutung.



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