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Spannung zwischen Repräsentanzen

In einer bestimmten Phase des psychischen Veränderungsprozesses (siehe „Fruchtbare innere Konflikte“) geht es darum, zwischen der Selbstrepräsentanz, die das Bedürfnis erlebt, und jener, die das Bedürfnis vermeidet oder bekämpft, eine Spannung aufzubauen. Teil der Selbstverantwortung ist es, deutlich zu erleben, dass der Klient entweder seinem Wunsch oder seiner Angst vor dem Wunsch gerecht werden kann. Diese Spannung in Beratungssitzungen herauszuarbeiten, ermöglicht dem Klienten im Alltag sich bewusst zu entscheiden etwas, das ihm wichtig ist (Bedürfnis), auch dann zu tun, wenn das mit inneren Ängsten, Sorgen, Scham- und Schuldgefühlen o.a. einhergeht. Wenn der Klient sich diese Möglichkeit erarbeitet hat, ist vieles (wenn auch noch nicht alles) gewonnen. Wie sich solche inneren Spannungszustände psychotherapeutisch weiter bearbeiten lassen, kann man hier nachlesen. (Artikel darüber demnächst zum Download). Aber auch ohne die Auflösung dieser Spannung eröffnen sich wertvolle neue Handlungsoptionen, da eben weder der Wunsch noch die zugehörigen Vermeidungsimpulse geleugnet oder verdrängt werden müssen.



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