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Zielklarheit

„Das ist doch klar, woraufhin wir hier arbeiten!“, sagt der Teamleiter zum Coach. Dabei ist es naiv oder auch sorglos, zu glauben, dass ein aufgeschriebenes oder ausgesprochenes Ziel automatisch klar ist. „Klar“ wird leicht mit „definiert“ verwechselt. In sozialen Systemen lässt sich jedoch nichts definieren, da man keine identische Datensätze in biologische Festplatten kopieren kann und ein sich darüber Abstimmen überflüssig werden würde.

Klare Ziele in Teams müssen durch (fortlaufende) Kommunikation erarbeitet werden. Klar ist ein Ziel dann, wenn alle im Team mit eigenen (!) Worten formulieren können, was sie selbst und die anderen im Team mit dem, was sie tun, zur primären Aufgabe des Teams beitragen. Letztlich muss jeder im Team in jedem Moment seiner Arbeit Auskunft darüber geben können, für was und wen die momentane Tätigkeit gut ist. Man kann gelegentlich staunen, wenn man als Berater in Teams vor Ort umherläuft, wie wenig Mitarbeiter hier auskunftsfähig sind. „Ich mache halt das, was mir gesagt wurde!“ ist dann das, was man zu hören bekommt. Das führt einerseits zu engem Arbeiten und andererseits erlaubt es viel Raum, für andere Zielsetzungen im Team. Das kann im Hinblick auf Motivation hilfreich, im Hinblick auf Zielerreichung des Teams problematisch sein.



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