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Leitprozess Selbstwahrnehmung

Selbstwahrnehmung ist einer der acht Leitprozesse der Psychodynamik. Die grundlegende Entscheidung besteht in der Frage: „Wie spüre ich (nicht)?“.

Was Menschen in sich wahrnehmen wollen, bestimmt das, wofür sie sich verantwortlich fühlen können. Nur wo Wahrnehmung ist, lässt sich etwas beeinflussen und steuern. Niemand will und soll nun alles spüren. Dies würde einen Menschen vollkommen überlasten und nichts mehr prägnant werden lassen. Im Hinblick auf Veränderung ist es nun entscheidend, wie prägnant oder diffus etwas wahrgenommen wird. Denn verändern kann sich nur das, was man zuvor prägnant wahrnimmt.

Prägnant ist ein Wahrnehmungsvorgang dann, wenn er in Worte gefasst werden kann, wenn er mit einem Affekt einhergeht, wenn er umfassend im Erleben zugelassen wird und nach außen sichtbar werden darf. Diffus ist ein Erleben dann, wenn es im Hintergrund, blass, ungenau, nicht bezeichnet oder nur allgemein benannt wird. Die (Wieder-)Gewinnung einer situationsgerechten Selbstwahrnehmung ist ein zentraler Vorgang in Beratungsprozessen.

(Hier finden Sie einen Praxisfall dazu: PDF)



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