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Reflexion der Interaktionsmuster

Interaktionsmuster stiften Ordnung im Team. Will man diese reflektieren, braucht es Kategorien, also Aufmerksamkeitsfoki, auf die man seine Beobachtungen ausrichten kann. Dies ist so ähnlich wie beim Kleiderkauf, wo man auf Größe, Farbe, Passform oder Material achten kann. Auf welche Kategorien der Interaktionsmuster kann ein Team bei der Selbstbeobachtung oder ein Berater bei der Fremdbeobachtung zurückgreifen? Die aus unserer Sicht besonders wichtigen finden Sie hier:

  • Welche Regeln leiten das Verhalten? Welche Regeln (anderer Teams) werden abgelehnt?
  • Welche explizite Normen sanktionieren und belohnen Verhalten?
  • Welche formellen und informellen Rollen lassen sich beschreiben? Welche Rollen sind unbesetzt oder werden als unwichtig erachtet?
  • An welchen Ritualen erkennt man sich?
  • Welche Werte werden geteilt? Welche werden gemeinsam abgelehnt?
  • Was ist die Selbstdefinition des Teams?
  • Welche typische Atmosphäre herrscht vor?
  • Welche typischen Kommunikationsformen (Humor, Sarkasmus, Ironie, Anklagen, Beschwerden, Empörung, Beschönigung, Instruktionen, Befehle, etc.) werden genutzt? Welche werden nicht oder nur selten genutzt?
  • In welcher Art und Weise werden Konflikte bearbeitet? Über welche Themen werden Konflikte ausgebildet? Über welche nicht?

Besonders wichtig aus metatheoretischer Perspektive ist es, immer das, was nicht ist oder über das, was nicht gesprochen wird, mit zu reflektieren und in die Analyse mit einzubeziehen. Fokus der gesamten Reflexion ist dabei immer: Helfen diese Interaktionmuster beim Erreichen des Ziels oder schaden sie eher?



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