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Leitprozess Teamgrenze

Ein Team muss regeln, wie man Mitglied des Teams wird und wie man diesen Status verliert oder aufgibt. Die Leitunterscheidung besteht in der Frage: „Wodurch gehört man dazu oder nicht?“ Kein Team kommt um die Entscheidung über Inklusion und Exklusion herum.

Ohne diese Entscheidung hätte das soziale System Team keine Grenze. Man wüsste nicht, welche Kommunikation zum Team gehört und welche nicht, wen man wahrnehmen muss, wessen Impulse das eigene Mitgliedsein tangieren, gefährden, bestärken, formatieren oder verändern. Die Grenze einer Gruppe wird also erzeugt, indem die Mitteilungen eines Gruppenmitglieds relevant sind. Wenn ein Teammitglied grundsätzlich übergangen wird, ist dies eine Exklusion aus der Gruppe, auch wenn derjenige immer noch formal Mitglied des Teams ist (siehe „Team oder Gruppe?„).

Ein- und Austritt sind daher in den meisten Fällen mit klaren Signalen und Ritualen sowie mit (markanten) Gefühlen bei allen Beteiligten verbunden. Ein- und Austritte aus dem Team können funktional und dysfunktional im Hinblick auf die Aufgabenbewältigung und den Teamerhalt sein. Deshalb ist für Beratung die Frage, ob und im Hinblick auf wen eine Veränderung der Mitglieder im Team fantasiert, gewünscht, verhindert, ersehnt oder befürchtet wird, ein wesentlicher Beobachtungsfokus.

Hier finden Sie Praxisbeispiele



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