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Kognitive Einordnung

Merkmal dieser metatheoretischen Sicht auf die psychologischen Beratungsansätze ist, dass eine kognitiver Bearbeitung von psychischen Probleme allein nicht ausreichend und daher auch nicht hilfreich ist. Das gilt ebenso andersherum: Eine pure emotionale Erfahrung, die nicht kognitiv eingeordnet wird, droht eine singuläre Erfahrung zu bleiben. Neben neuen Erfahrungen braucht es auch ein neues Bewusstsein („Das gehört zu mir!“), neue Selbstzuschreibungen („Das bin ich!“) und neue Bewertungen („So darf ich sein!). Daher erscheint uns der Streit zwischen kognitiv orientierten Beratungsansätzen und emotional fokussierten müssig und theoretisch falsch.

Statt dessen sind in allen Kontexten die beiden Frage leitend: „Welche Funktion hat ein psychischer Prozess – also sowohl Gedanken wie Gefühle – im Hinblick auf die Aufrechterhaltung des Status quo?“ und „Wie kann der Klient Gedanken wie Gefühle als mögliche Selbstunterstützung nutzen, um Neues für sich zu entdecken und zu befördern?“



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