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Der empathische Berater

Empathie kann man nicht machen, man kann sie nur leben und ausstrahlen. Berater müssen Menschen mögen und das Talent entfaltet haben, sich die Innenwelten von teils von ihnen sehr unterschiedlichen Menschen gedanklich und emotional zu erschließen. Die Welt anderer Menschen  (unbewusst) mit der eigenen gleich zu setzen („Also an Ihrer Stelle hätte ich das so gemacht!“), ist ein Merkmal von schlechter Beratung. Im Coaching führt das zu unreflektierten Ratschlägen (Schattenmanagement), die oft beim Klienten gut ankommen und daher nicht problematisch erscheinen. Empathie ist ein Mitschwingen, eine taktvolle Art sich das Erleben des Gegenübers zu erschließen. Es geht darum auszudrücken, wie man mitdenkt und mitfühlt, und  sich dabei im Dialog immer rückzuversichern, ob sich der Klient in dem, was man ausdrückt, wiederfindet und sich verbunden fühlt. Das Erleben empathischer Verbundenheit ist bei vielen Themen von Klienten deshalb so wichtig, weil Hemmung, Verneinung, Verbergen, Ignorieren oder Projizieren von Bedürfnissen meist auch aus fehlender Empathie notwendig wurden bzw. sich solche dysfunktionalen Muster als Reaktion auf unangepasste oder fehlende Einstimmung gebildet haben.



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