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Asymmetrie

Systeme können nicht symmetrisch sein. Sonst würden sie sich von nichts unterscheiden! Das Phänomen des Symmetriebruchs findet sich in der Physik (z.B. Elementarteilchen mit Links-/Rechts-Spin), in der Chemie (dissipative Strukturen), oder in der Mathematik (Laws of Form). Es braucht 2 Seiten und die Wahl einer der beiden Seiten, damit Stabilität (durch Wiederholung dieser Wahl) und Identität (durch Nicht-Beachten der andere Seite) möglich wird.

Systeme sind so dauerhaft mit Asymmetrie, Stabilisierung des nützlichen Ungleichgewichts, notwendigen Re-Symmetrisierungen und erneutem Nutzen der Chancen von Asymmetrie beschäftigt.

Viel spricht dafür, dass dies auch für Psyche, Teams und Organisationen und deren Koppelungen gilt. Einige Beispiele:  Die psychische Entwicklung ist geprägt von Asymmetrien (Etwa im Spiel gewinnen wollen), Gruppendynamik lebt u.a. vom Vergleichen von Einflusschancen und Beliebtheit, Organisationen schaffen beispielsweise Stellen mit unterschiedlicher Macht, Reputation und zeitlicher Stabilität.

Je symmetrischer die Verhältnisse sind, desto mehr Chancen bieten sich für das Schaffen von Asymmetrie, je ungleicher die Verhältnisse, desto mehr Bedarf entsteht, diese zu legitimieren und dafür Zustimmung zu gewinnen oder zu erhalten. Mißlingt Letzteres versuchen meist Umbrüche (etwa Revolutionen, Streik, Mobbing oder Verweigerung) die Ungleichheit zu verringern, in Gleichheit aufzulösen oder in „bessere“ Ungleichheit über zu führen.



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