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Zugehörigkeitsstressoren der Führung

Ein besonders gravierender Sonderaspekt der Beziehungsdynamik im Kontext Führung ist in dem Wunsch vieler Mitarbeiter zu sehen, dass die Führungskraft gut, mitreißend, motivierend, authentisch, charismatisch, verständnisvoll, stark, gerecht und erfolgreich sein sollte. Warum ist das so (scheinbar selbstverständlich)? Viele Menschen tragen von sich aus unbewusst den Wunsch nach einer idealen Figur in sich, die alles weiß und kann, sich um mich sorgt und die um mich und meine Wünsche weiß, ohne dass ich dafür etwas tun muss.

Nun sind die Idealisierungen die eine Seite der Dynamik. Die andere Seite ist, dass es in jedem Mitarbeiter, der solche Idealisierungsbedürfnisse hat, auch Impulse gibt, den idealisierten Chef von dem Thron zu stoßen, auf den man ihn vorher unbewusst gesetzt hat. Man wartet letztlich nur auf die Gelegenheit, sich und dem Chef zu beweisen, was man immer schon wusste: Dass er nämlich nicht ideal ist und auch nicht besser als man selbst. Diese Dynamik ist in ihrem Stresspotenzial für die Führungskräfte, die diesen unbewussten Bildern ausgesetzt sind, gar nicht zu überschätzen.



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