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Umgang mit Feedback

Anlass für viele Beratungen ist ein vorangegangenes Feedback (der Vorgesetzten, des Partners, der Kollegen, der Mitarbeiter usw.). Feedback zu bekommen ist eines, es gut zu verwerten etwas gänzlich anderes. Kritisches Feedback ist Resonanz der Umwelt, das meist aus mangelhafter Resonanz dessen erwächst, dem das Feedback gegeben wird. Man bekommt Feedback und soll sich ändern. Beratungstechnisch ist hier zentral, dass man den Fokus von Veränderung auf Wahrnehmung verschiebt. „Wenn Sie sich das 360-Grad-Feedback anschauen, stellt sich mir die Frage, was kommt in diesem Feedback zum Vorschein, was Sie selbst bislang nicht wahrgenommen bzw. ignoriert haben?“ Anschließend lässt sich dann überhaupt erst beurteilen, welche Bedeutung das Feedback hat. Man kann gemeinsam schauen, wo es schon vorhandene unfruchtbare Selbstvorwürfe des Klienten ungünstig verstärkt (ohne etwas zu verändern) und wo Wahrnehmungsdefizite, Vermeidungsstrategien und abgewehrte Bedürfnisse im Spiel sind. Wenn Feedback einfach nur zur „Verbesserung“ des Verhaltens (für wen auch immer besser) in Beratungen genutzt wird, läuft Beratung schief, da auf Veränderung als ein in sich als richtig definiertes Ziel hingearbeitet wird.



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