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Überbietungskontexte

Überbietungskontext ist ein eher ungebräuchliches Wort. Und dennoch braucht man es, wenn man sich mit der Frage beschäftigt, was sind diejenigen Fragen, auf die Organisationen eine Antwort sind. Die gesellschaftlichen Funktionssyteme wie Wissenschaft, Kunst, Politik, Erziehung, Religion stellen immer auch einen Raum dar, in dem um die besten Antworten auf die jeweiligen Problemlagen gerungen wird: Wer bietet die „bessere“ Forschung, das „bessere“ Konzert, die „bessere“ Partei, die „bessere“ Schule, die „bessere“ Gläubigkeit an? Wer setzt sich durch? Wer überbietet bestehende Konzepte mit neueren, attraktiveren, leistungsfähigeren? Die Welt evoluiert und wer sich darin bewegt, ist im Wettbewerb mit anderen. Das ist mit Überbietungskontext gemeint.

Organisationen können also nicht so bleiben, wie sie sind, weil sie immer damit rechnen müssen, dass andere Organisationen andere und bessere Antworten (=Produkte, Technologien, Dienstleistungen etc.) finden. Weil man ständig überboten werden kann, müssen Organisationen kontinuierlich an ihren Leitunterscheidungen arbeiten. Nur so entsteht die Wahrscheinlichkeit, passenden Antworten auf die aktuellen und künftigen Gegebenheiten zu generieren.