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Teams am Gründlichkeits-Pol

Teams, welche die Erhaltungsmuster so gestalten, dass primär die Gründlichkeitsanliegen (und nicht die Geschwindigkeitsanliegen) der Organisation befriedigt werden, zeichnen sich für Beobachter häufig so aus:

Auch wenn die Organisationen immer schneller, flexibler und volatiler werden, gibt es viele Stellen an denen Gründlichkeit für das Überleben einer Organisation essentiell ist. Eigentlich trivial, wenn nicht Teams, die ihre Erhaltungsmuster dementsprechend ausbilden, zunehmend unter hohen Druck geraten: Sie gelten als old-fashioned, kennen die 80/20-Regel angeblich nicht, suchen keine kreativen Lösungen. So sind aber solche Teams und müssen es auch sein: Qualitätsorientiert, 4-Augen-Prozesse („Zwei sehen mehr als einer!“, hohe Ansprüche an die Arbeitsergebnisse und die Fachexpertise aller, eine gewisse Unbeirrtheit und Robustheit in Krisen („Was muss, das muss!“), Handwerkermentalität (Die Arbeit um ihrer selbst willen tun).

Solche Teams sind oft Selbstläufer und erbringen konstant ihre Leistung. Sie kommen unter Druck unter den oben angedeuteten organisationskulturellen Bedingungen von hoher Dynamik und Hyperkomplexität. Ebenso tun sich solche Teams schwer, wenn sie mit chronischem Ressourcenmangel zurecht kommen müssen, weil das aufgrund des oft hohen Commitments zu dauerhafter Selbstausbeutung und Burnout führt. In vielen Fällen bewährt es sich in solchen Teams, wenn eine Person (oft der Teamleiter selbst) sich dafür zuständig macht, in der Kommunikation mit der organisationalen Umwelt auch für Geschwindigkeitsanliegen einen Sinn zu haben. Sonst drohen permanente Konflikte an den Schnittstellen mit schnelligkeitsorientierten Stellen in der Organisation.



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