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Teams am Geschwindigkeits-Pol

Teams, welche die Erhaltungsmuster so gestalten, dass primär die Geschwindigkeitsanliegen (und nicht die Gründlichkeitsanliegen) der Organisation befriedigt werden, zeichnen sich für Beobachter häufig so aus:

Schnelligkeitsanforderung der Organisation prägt Teams in ihren Erhaltungsaktivitäten besonders stark, da sich die Geschwindigkeit meist auf alle Bereiche erstreckt: Produktentwicklung, Mitarbeiterfluktuation, Datenflut, Multiprojekte, Umweltdynamik, Moving targets, zu knappe Zeitfenster, Halbwertszeit des Kompetenzverlustes u.a.m.. Team, die in solchen organisationellen Arbeitsumgebungen stecken, gleichen einem permanenten Computerspiel: Ein Level jagt den nächsten, man weiß nie, ob man es schafft, ob man rechtzeitig neue Fähigkeiten erwirbt und Ressourcen auftut, welche Verwundungen und Energieverluste man hinnehmen muss. Um es ganz einfach zu sagen: Das muss man mögen und können!

Daher müssen solche Teams besondere Aufmerksamkeit auf die Auswahl ihrer Mitglieder richten. Geschwindigkeit ist – wie Gründlichkeit – ein „persönlichkeitsnahes“ Muster. Wer innerpsychisch nicht schnell ist, wird in agilen Umgebungen immer gestresst sein. Zudem braucht es in solchen Kontexten oft neuartige Arbeitsformen (Agiles Projektmanagement, Scrum etc.), die oft auch selbst entwickelt werden müssen. All das braucht auch andere Formen der Führung, die mit Autonomie, Freiheit, Virtualität und entsprechend anderen Stilen von Achtsamkeit, Verbindlichkeit und Bezogenheit operieren.

 



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