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Teams am Flexibilitäts-Pol

Teams, welche die Erhaltungsmuster so gestalten, dass primär die Flexibilitätsanliegen (und nicht die Routinenanliegen) der Organisation befriedigt werden, zeichnen sich für Beobachter häufig so aus:

Die Teammitglieder haben so gut wie alle Doppelloyalitäten. Das ist oft – aber nicht nur – in Projektteams bzw. in Matrixstrukturen der Fall. D.h. das Team ist davon geprägt, dass alle – vereinfacht gesprochen – 2 Chefs haben (Die berühmte „Dottet Line“ etwa) oder Mitglieder – formell oder informell -in zwei und mehr Teams sind. Dadurch entstehen konfliktträchtige Kommunikations- und Beziehungssituationen. Weder der Einzelne weiß oft von sich selbst noch weiß er es von den anderen, welche Loyalität im Zweifel den Ausschlag gibt.

Diese Flexibilitätsanliegen der Organisation schwächen in aller Regel den Zusammenhalt im Team, insbesondere wenn man diese Aufgabe isoliert den jeweiligen (Einzel-)Personen überlässt. In dem Moment, in dem die Regulation der Doppelloyalitäten und der damit nötigen Flexibilität als Teamaufgabe begriffen wird, darüber offen gesprochen und reflektiert wird, verändert sich die Situation. Dann erst wird es möglich, dass solche Teams, die an sie gestellte Aufgabe so lösen, dass die zwangsläufigen Enttäuschungen – an welcher Stelle der Organisation auch immer – nicht zu chronischer Demotivation führen.



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