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Teamentwicklungstechniken zu Teamgrenze

In Teamentwicklungen, in denen der Leitprozess Teamgrenze in den Fokus kommt, braucht der Teamentwickler Tools, die folgende Foki bearbeiten helfen:

  • Es braucht in manchen Teams Prozesse, die verlässlich die Aufmerksamkeit auf Eintritt und Austritt regeln. Üblicherweise helfen hier zum Team passende Aufnahme- und Verabschiedungs-Rituale. Gerade Aufnahme-Rituale helfen die Zugehörigkeit zum informellen Team zu erleichtern. 
  • Oft müssen in Teamentwicklungen auch die Beteiligungsprozesse der Teammitglieder im Hinblick auf Einstellungen und Ausscheiden geordnet werden.
  • Es gilt auch zu untersuchen, welche Kompetenzen die Führungskraft mitbringt, um Neuen Sicherheits- und Zugehörigkeitsgefühle zu erleichtern und ggf. daran zu arbeiten. Auch die Frage wie er notwendiges Mißtrauen in Form von Kontrolle und Mitarbeitergespräche praktiziert, spielt für die Zugehörigkeitsempfinden eine große Rolle. Hier ist das Tool der Wahl häufig auch Einzelcoaching mit der Führungskraft.
  • Für den Fall dass Mobbing-Phänomene im Team sind, gilt es deren Funktion für das Team zu untersuchen (bevor man sie personalisiert). Täter-Opfer-Konflikte sind meistens aus dem Team-Kontext herauszulösen, da die Konfliktbearbeitung meist schambesetzt. 
  • Aufmerksamkeit braucht auch das Thema „innere Kündigungen“. Wo sind Mitarbeiter seelisch abgemeldet, gekränkt, isoliert und unmotiviert? Für diese impliziten Exkludierungen gibt es keine Tools außer der feinsinnigen Wahrnehmung des Teamentwicklers und dessen Gespür für den verdeckten Rückzug und Pseudocommitments anderer.

Man sieht – für diesen Leitprozess gibt es nicht so unmittelbar Interventionsstrategien. Mag das mit ein Grund sein, dass er in der Literatur zu Teamberatung auch wenig Beachtung findet.