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Sicherheit in Paarbeziehungen

„Mein Partner ist der Rückhalt meines Lebens!“. Solche Empfindungen drücken den Stellenwert des Sicherheitsbedürfnisses in Paarbeziehungen aus, und sind für viele ein Anlass für liebevolle Dankbarkeit. Wechselseitig sich zuständig zu fühlen, wenn der andere einen braucht, sehen die meisten Menschen als Grund dafür an, eine langfristige Beziehung zu pflegen. Umgekehrt ist es wichtig, dass jeder in der Beziehung seine eigene Stabilität behält und seine Sicherheit nicht vom anderen abhängig macht.

Problematisch wird dies meist dann, wenn ein Partner sich über die Rolle des Sicherheitsgebers definiert („Krankenschwester“) oder einer den anderen in dieser Rolle missbraucht. Hier bilden sich durchaus stabile Symbiosen, die vordergründig alle zufrieden stellen. Das Ausmaß an innerem Verlust an Freiheits-, Distanz- und Einzigartigkeitsimpulsen ist den Betroffenen bisweilen nicht bewusst. Trotzdem wirkt es sich auf ihre Lebendigkeit, Leistungs- und Genussfähigkeit enorm aus. Auch hier kann man also sehen, dass die Regulationsfähigkeit, das sich Nicht-Fixieren ein Merkmal gelingender seelischer Prozesse ist.



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