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Selbstentmachtung

Jeder Mensch kann sich entscheiden, wofür er seine Kräfte gebraucht: Man kann sie für sich einsetzen und sich stärken oder man kann sie gegen sich einsetzen und sich schwächen. Sofern sich jemand schwächt, gilt es in Beratung herauszufinden, wie dies genau geschieht. Selbstentmachtung kann auf mehrere Weisen praktiziert werden. Die zwei wichtigsten sind, dass man sich nicht mit der eigenen Kraft (Aggression) identifiziert, sie also nicht in den inneren Prozess des „Ich-Sagens“ mit aufnimmt. Dadurch nimmt man sich dann selbst als schwach und die Welt oder andere Menschen als feindselig oder bedrohlich war, man projiziert also. Die andere Möglichkeit ist, dass man die Kraft gegen sich selbst richtet und sein Leben mit engen Normen und Vorschriften, Selbstanklagen, Selbstvorwürfen, Selbstunzufriedenheiten, Selbstmäkeln gestaltet. Man genügt den eigenen Ansprüchen und Idealen. Die Verantwortung für diesen dysfunktionalen Gebrauch der eigenen Kraft in sich zu erarbeiten, ist beratungstechnisch unabdingbar. Ohne Kraft bleibt jeder andere Veränderungsimpuls schwach und erfolgsarm.



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