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Selbstdestruktivität

Ohne jeden Zweifel lässt sich beobachten, dass Menschen destruktiv sind, insbesondere gegenüber sich selbst. An dysfunktionalen Verhaltensweisen festzuhalten („Ich bin nun mal stark neidisch und eifersüchtig!“, „Ich bin halt aufbrausend/schüchtern etc.“) und damit negative Folgen für sich und andere in Kauf zu nehmen, ist weit verbreitet und gesellschaftlich akzeptiert. Selbstdestruktive Verhaltensweisen sind ein Hinweis, dass man seine Verantwortung für die inneren Prozesse noch nicht entdeckt hat. Sich einzugestehen, dass man z.B. sich selbst ablehnt (und deshalb besondere Angst hat von anderen abgelehnt zu werden), sich selbst verurteilt (und deshalb besondere Angst hat, von anderen ver- oder beurteilt zu werden), sich selbst antreibt (und dadurch besondere Angst hat, sich zu genießen) – all das ist nicht gerade einfach, als Teil der eigenen Person zu erfahren. Ohne Bewusstheit über diese Destruktivität, ohne Verständnis wo und warum sie ursprünglich einmal hilfreich war, ohne Wahrnehmung der Kraft, die hinter solchen Teilen seiner selbst stecken, ist grundlegende Veränderung nicht möglich. Wer an der Selbstdestruktivität vorbei ein besseres Leben oder besseres Funktionieren in der Arbeit sucht, wird an der Oberfläche bleiben oder scheitern. Darum braucht es ein metatheoretisches Konzept, welches destruktive Impulse nicht selbst theoretisch wie praktisch bekämpft oder ignoriert (z.B. die sogenannte positive Psychologie), sondern im Gegenteil gezielt damit zu arbeiten versteht.



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