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Leitprozess Selbstausdruck

Selbstausdruck ist einer der acht Leitprozesse der Psychodynamik. Die Entscheidung, die zu treffen ist, lautet: „Was zeige ich (nicht)?“.

Zu wählen, was man von sich zeigt und verbirgt, ist Teil einer funktionalen Psychodynamik. Denn ein Leben in sozialen Rollen ist nur möglich, wenn man beides kann: Zeigen, was man zeigen möchte und verbergen, was man verbergen möchte. Da Menschen jedoch körpersprachlich (Haltung, Mimik, Gesten) und tonal (Modulation, Rhythmik, Intensität, Tempo und Tonlage des Sprechens) ununterbrochen alles ausdrücken, was in ihnen vorgeht, lassen sich nur bewusste Impulse verbergen. Jeder erzählt also viel mehr von sich als er weiß. Für die Beratung ist das entscheidend. Oft wird eben auch das sichtbar, was jemand willentlich zu verbergen versucht bzw. was unbewusst ihm vorgeht. Veränderung kann dadurch entstehen, dass man über das unwillkürlich „Ausgedrückte“ Zugang zu dem gewinnt, was im eigenen Inneren gehemmt, verneint, verleugnet, verdrängt, nicht verstanden oder nicht wahrgenommen wird.



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