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Rückkopplungen

Wenn Organisationen ihre Vernetzung gestalten, spielt es eine große Rolle, ob und wie Rückkoppelungen zwischen den verknüpften Subsystemen hergestellt werden. Rückkopplung (Feedback) ist das „Merkmal“ sich selbst steuernder Systeme schlechthin. Weniger kybernetisch: Auf welche Mitteilungen und Informationen soll etwa eine Abteilung reagieren und wo soll sie gezielt darauf achten, wie ihre eigenen Mitteilungen und Informationen anderswo verstanden werden?

Wie gut ein System „läuft“ hängt davon ab, ob es an den notwendigen Stellen Rückkoppelungen gibt („Immer noch gibt es keine Durchsage, ob der Zug nun noch kommt oder nicht!“) und ob diese Rückkopplungsschleifen funktionieren („Jetzt kam was aus dem Lautsprecher aber ich habe kein Wort verstanden! Jetzt gehe ich nach Hause.“ 2 Minuten später kam der Zug…). Wenn es in Organisationen so läuft, dass die Organisation nicht weiß, was sie weiß, dann fehlen Rückkopplungen. Welche Stellen der Organisation von anderen Stellen systematisch mit Informationen über ihr eigenes Wirken versorgt werden – wo also Rückkopplungsschleifen geknüpft werden – ist für ihre Selbststeuerung von immenser Bedeutung. Die Gestaltung dieser Rückkoppelungen ist eine zentrale Führungsaufgabe, die nicht selten vernachlässigt wird. Oft wird statt in Rückkopplungen in linearen Prozessen und Kausalitäten (Instruktionen, Prozessschritten, Plänen) gedacht und gehandelt.